"Wunder der Natur" überwältigen im Gasometer

Riesen-Erde

Abheben wie ein Astronaut: Die Ausstellung "Wunder der Natur" zeigt vom 11. März bis zum 30. Dezember im Gasometer in Oberhausen die Schönheit und die Genialität der Natur. Höhepunkt ist eine 20 Meter große Erdkugel - die sich vor den Augen der Besucher verändert. In unserem Video bekommen Sie einen Eindruck von der faszinierenden Schau.

OBERHAUSEN

, 10.03.2016, 13:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Wunder der Natur" überwältigen im Gasometer

Höhepunkt der Ausstellung im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers ist eine monumentale Skulptur der Erde.

Der "Overview-Effekt" beschreibt das Phänomen, das Raumfahrer erleben, wenn sie zum ersten Mal die Erde aus dem Weltall sehen. Ehrfurcht sollen sie dann empfinden und "ein tiefes Gefühl der Verbundenheit mit allen Lebeswesen auf der Erde", wie Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin des Gasometer Oberhausen GmbH erklärt. Der Besucher des Gasometers können vom 11. März bis zum 30. Dezember ein Gefühl für diesen Effekt bekommen, und sich in der Ausstellung "Wunder der Natur" von der Schönheit und Genialität der Natur überzeugen. 

Geschichten von List und Tücke

Großformatige Bilder und Filmdokumente führen die Besucher in die Welt der Tiere und Pflanzen. "Wir erzählen auch immer kleine Geschichten hinter den Bildern", erklärt der Kurator der Ausstellung Peter Pachnicke. Die Natur biete einen sinnlichen Reichtum. "Es sind auch Geschichten von List und Tücke", sagt Pachnicke, "die Tiere arbeiten sehr kooperativ miteinander, wenn es beispielsweise um die Jagd geht". Naturfotografen führen mit ihren Bildern in die Lebenswelten der Tiefsee, der Korallenriffe, der Wüsten, der tropischen Regenwälder und der Wälder der gemäßigten Zonen.

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Auf der zweiten Ebene der Ausstellung erwarten die Besucher Fossilien und Präparate. Höhepunkt ist im Luftraum des Gasometers eine Erdkugel. Mit einem Durchmesser von 20 Metern und darauf projizierten Satellitenbildern gibt sie einen Eindruck davon, wie sich Astronauten fühlen müssen, wenn sie die Perspektive ändern und ihren Heimatplaneten von oben sehen. 

58 Millionen Pixel 

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist die Schau entstanden. Das Team des Earth Observation Center in Oberpfaffenhofen schuf eine Animation, die auf der Erdkugel eine Auflösung von 58 Millionen Pixeln hat - das entspricht dem Siebenfachen eines digitalen Kinos. Drei Monate haben die Verantwortlichen an der Auswertung der Daten gearbeitet und eineinhalb Millionen Bilder dafür erzeugt. 

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Im Oberhausener Gasometer schwebt eine 20 Meter große Erde

Die neue Ausstellung "Wunder der Natur" im Oberhausener Gasometer zeigt vom 11. März bis 30. Dezember die Schönheit und Genialität der Natur. Höhepunkt der Schau ist eine 20 Meter große Erdkugel im Luftraum des Gasometers.
10.03.2016
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Eine Besucherin fotografiert den Panoramablick auf die Erdkugel im Gasometer in Oberhausen in der Ausstellung "Wunder der Natur".© Foto: dpa
Die "Wunder der Natur" gibt es vom 11. März bis 30. Dezember im Gasometer in Oberhausen zu sehen. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Schönheit und Genialität der Natur.© Foto: Oskar Neubauer
Höhepunkt der Ausstellung im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers ist eine monumentale Skulptur der Erde.© Foto: Oskar Neubauer
Der Durchmesser der Erde beträgt 20 Meter und es werden darauf hochaufgelöste bewegte Satellitenbilder projiziert.© Foto: Oskar Neubauer
Großformatige Fotografien führen in die Welt der Tiere und Pflanzen. Die Ausstellung zeigt die ungewöhnlichen sinnlichen Fähigkeiten der Tiere, ihre genialen Strategien im Kampf ums Dasein, die Vielfalt ihrer sexuellen Rituale und den Reichtum ihrer sozialen Beziehungen.© Foto: Oskar Neubauer
Die Verantwortlichen versprechen den "Overview-Effekt", das Gefühl, das Astronauten empfingen, wenn sie zum ersten Mal die Erde vom Weltall aus sehen.© Foto: Oskar Neubauer
Die Bilder bedeutender Naturfotografen und Filmemacher führen in die Lebenswelten der Tiefsee, der Korallenriffe, der Wüsten, der tropischen Regenwälder und der Wälder gemäßigter Zonen.© Foto: Oskar Neubauer
Das Bild "Weißkopfseeadler" von Klaus Nigge ist im Gasometer in Oberhausen in der Ausstellung "Wunder der Natur" zu sehen.© Foto: dpa
Das Bild "Nordlicht über der Taiga" von Olivier Grunewald ist ebenfalls im Gasometer zu sehen.© Foto: dpa
Eine Besucherin fotografiert in der Ausstellung "Wunder der Natur" das Bild "Das Vier-Augen-Prinzip" von Solvin Zanki.© Foto: dpa
Zu den namhaften internationalen Fotografen, die in der Ausstellung vertreten sind, zählen Ingo Arndt, James Balog, Bence Máté, Jürgen Freund, Axel Hyde, Rob Kesseler, Manfred Karge, Heidi und Hans-Jürgen Koch oder auch David Maitland. Das abgebildete Chameleon fotografierten Heidi und Hans-Jürgen Koch.© Foto: Oskar Neubauer
"Die Besucher entdecken die Genialität der biologischen Systeme im Großen wie im Kleinen und lernen, wie sich die Formen des Lebens ständig verändern, sich überlisten und auch mit anderen verbünden", sagt Kurator Peter Pachnicke.© Foto: Oskar Neubauer
Bei der Pressekonferenz stellten die Verantwortlichen am Donnerstag die neue Schau im Gasometer vor.© Foto: Oskar Neubauer
Das Bild "Der Kuss" von Tim Flach ist im Gasometer in Oberhausen in der Ausstellung "Wunder der Natur" zu sehen.© Foto: dpa
Der Film "Ein Kind entsteht" von Lennart Nilsson wird im Gasometer in Oberhausen in der Ausstellung "Wunder der Natur" gezeigt.© Foto: dpa
Ein Fassadenkletterer kontrolliert am Gasometer das riesige Werbeplakat der Ausstellung «Wunder der Natur».© Foto: dpa
Eine Besucherin fotografiert im Gasometer in Oberhausen (Nordrhein-Westfalen) in der Ausstellung "Wunder der Natur" das Bild "Die wundersame Reise der Monarchfalter" von Axel Gomille.© Foto: dpa
Das Bild "Schimpansenhände" von Tim Flach ist im Gasometer in Oberhausen in der Ausstellung "Wunder der Natur" zu sehen.© Foto: dpa
Die Bilder "Geheimes Leben in der Tiefsee" (v.l.), "Lichte Schatten" und "Inspiration für ein Alien-Monster" von Solvin Zankl sind im Gasometer in Oberhausen in der Ausstellung "Wunder der Natur" zu sehen.© Foto: dpa
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Die bewegten, hoch aufgelösten Satellitenbilder werden von zwölf Projektoren nun detailgenau auf die Erdkugel projiziert. Die Erde verändert sich vor den Augen der Besucher. Sie erleben den Wechsel von Tag und Nacht, die Veränderungen der Erdatmosphäre und den Wandel der Jahreszeiten. "Die Fahrt im gläsernen Panoramaaufzug auf das Dach des Gasometers bietet anschließend einen Blick auf unseren Heimatplaneten, wie ihn sonst nur Astronauten erleben", sagt Jeanette Schmitz.