Zentrale Projekt-Vorschläge kommen aus Bochum

Schaufenster Elektromobilität

In Berlin wird derzeit entschieden, welche Regionen Deutschlands als Schaufensterregion für das Thema Elekromobilität mit Fördergeldern beglückt werden. Auch Bochum könnte zum Paradebeispiel für die Mobilität der Zukunft werden.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 19.01.2012, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zentrale Projekt-Vorschläge kommen aus Bochum

Die Weiterentwicklung der öffentlichen Mobilität steht mit auf dem Schaufenster-Plan.

  • Nahverkehr 2.0 – die Weiterentwicklung der öffentlicher Mobilität ist das Anliegen des Netzwerkes ruhrmobil-E aus Bochum. Das Ziel: eine Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs. „Den wollen wir erheblich verbessern“, sagt Ernesto Ruge, Sprecher des Netzwerks. „Und wir bringen dafür weitere Teile für den Verkehr mit.“ Konkret soll das eine Flotte von Elektroautos und Elektrofahrrädern sein. „Mit einer Karte wollen wir jede Form vom Mobilität bieten“, sagt Ruge. Die Fahrt im Regionalexpress oder der S-Bahn, das E-Auto im Car Sharing (eng.: ein Auto, dass sich mehrere Personen teilen), das Fahrrad mit Elektromotor für die Kurzstrecken. Modellversuch soll Bochum sein.
  • Das sogenannte Kompetenzzentrum Qualifizierung soll an der Hochschule Bochum angesiedelt sein und das nötige Wissen in Sachen Elektromobilität bereitstellen. „Ein zentrales Thema“, wie Professor Wolf Ritschel (Foto) unterstreicht und auf erste Erfolge hinweist. So habe es Kooperationen mit der Handwerkskammer gegeben, um KfZ-Mechaniker auf den Umgang mit E-Fahrzeugen einzustellen.

Insgesamt 180 Millionen Euro stellt der Bund über drei Jahre für die Schaufensterregionen zur Verfügung. Drei oder fünf sollen es werden. Ministerialdirigent im NRW-Wirtschaftsministerium, Karl-Uwe Bütof, spricht von 50 Bewerbungen. Dennoch sieht er gute Chancen, dass die Rhein-Ruhr-Region Schaufenster werden könnte. Das Ministerium hat errechnet, dass für alle Projekte in NRW 150 Millionen Euro nötig wären. 36 Millionen kämen vom Bund, 30 weitere Millionen will das Land dazugeben. Der Rest muss aus der Wirtschaft kommen. Und daran wird sich letztlich auch entscheiden, ob innovative Projekte wie der Nahverkehr 2.0 in der Region umsetzbar sind.