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Zimbabwe Art Festival bringt Afrika nach Witten

Trotz Regen gut besucht

Die Parkplätze waren voll, die Zufahrt "Auf Steinhausen" hoffnungslos verstopft. Das Zimbabwe Art Festival am Sonntag war ein Publikumsmagnet – trotz Regen.

BOMMERN

von Von Martin Schreckenschläger

, 25.07.2011
Zimbabwe Art Festival bringt Afrika nach Witten

Pamuzinda mit den Stammestänzen der Shona, Musik auf Marimbas und Trommeln, waren der quirlige Höhepunkt des Zimbabwe Art Festes auf Steinhausen.

Seit 2003 hat das Festival jährlich über 1000 Besucher gehabt. Mit denen rechnete Veranstalter Bastian Müller dank des verregneten Termins zwar nicht – voll war es trotzdem. Autokennzeichen aus ganz Deutschland und Taxen, die den Berg nur noch rückwärts wieder verlassen konnten, prägten das Bild vor dem Schlossgelände.

Mit dem Skulpturenpark nahm es 2002 seinen Anfang. Bald arbeiteten erste Künstler aus Afrika vor Ort, gaben Workshops. „Keiner dieser Künstler“, so Müller, „kann ohne die Musik seiner Heimat arbeiten. Auch Kursteilnehmer hämmern lieber zu diesen Rhythmen.“ So keimte die Idee, ein Fest mit Original-Klängen auszurichten. Große Zelte überdeckten Bühne und Sitzplätze. Buden mit kulinarischen und künstlerischen Angeboten aus Afrika umstellten den Hof-Garten, Skulpturen bevölkerten den Rasen und die umstehenden Gebäude.

Für die bunt gemischte Gästeschar gab es viel zu entdecken. Wasu alias Wayne Smith gab mit Lebensgefährtin Nicole aus Wuppertal einige Songs zum Besten. Unangekündigt steuerte auch Changa Mire einige Titel bei. In seiner Heimat ist er seit den 1990er Jahren ein Star, gab Konzerte vor 20 000 Menschen und lebt heute in Berlin. Auch Virginia Mukwasha mit ihrer Kalimba gehört zu den in Deutschland ansässigen afrikanischen Künstlern. Shona, das ist die Mehrheitsbevölkerung im ehemaligen Rhodesien.

Direkt aus Zimbabwe kommt die Gruppe Pamuzinda, die jährlich drei Monate durch Deutschland tourt. Mit unterschiedlich gestimmten Marimbas brachten sie die traditionelle Musik ihrer Heimat aufs Schloss. In bunten Kostümen spielten, sangen und tanzten die Künstler und brachte ein wenig afrikanische Sonne in die Herzen der vielen Besucher – trotz strömenden Regens.