Zu Besuch in Wolfgang Buhres Wohnzimmer

rnStiftung in Unna

An seinem Wohn- und Arbeitsort im Nicolaiviertel hat Wolfgang G. Buhre das kulturelle Angebot der Stadt mitgeprägt. Und in gewisser Weise wirkt dies bis heute nach.

Unna

, 19.08.2018 / Lesedauer: 2 min

Das Haus der Buhre-Stiftung ist heute Ort verschiedenster Veranstaltungen. An diesem Sonntag war es einmal das Gebäude selbst, das im Mittelpunkt des Interesses stand: Wolfgang Patzkowsky, Kuratoriumsmitglied und einziger Mieter in dem Gebäude, führte Besucher durch das Haus und erzählte von seiner ungewöhnlichen Geschichte. Eine Schau mit Erinnerungsstücken aus dem persönlichen Besitz Buhres und die heute von Patzkowsky genutzte Wohnetage des Malers und Grafikers ließen eine besondere Nähe zum Künstler entstehen.

Das Haus selbst steht typisch für ein dramatisches Kapitel der Stadtgeschichte. Nach dem großen Brand 1723, bei dem 131 Häuser in der Innenstadt zerstört worden waren, wurden die Grundstücke neu parzelliert. Das spätere Buhre-Haus entstand 1725 auf zwei Kellern, die nachträglich verbunden wurden. Zu den Eigentümern gehörte unter anderem die Familie Hornung, aus dessen Buchbinderei die heutige Buchhandlung am Markt hervorgegangen ist.

1961 befanden sich in dem Haus noch fünf Wohnungen, in denen 16 Menschen lebten. Wolfgang Buhre, der 1974 nach Unna gezogen war, kaufte das Haus 1980, eröffnete zwei Jahre später seine Galerie mit Künstlerbedarf – anfangs allerdings noch mit Rücksichtnahme auf ein Ehepaar, das im Erdgeschoss ein lebenslanges Wohnrecht nutzte. 2005 nach Buhres Tod, übernahm eine Stiftung das Gebäude.