Zu großer Andrang: Stadt Borken begrenzt Zugang zum Badesee

rnPröbstingsee

Am Donnerstag war der Andrang am Pröbsting-Badesee so groß, dass Abstände nicht mehr eingehalten werden konnten. Für die nächsten Tage begrenzt die Stadt daher den Zugang auf rund 400 Personen.

von Sven Kauffelt

Borken

, 08.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Borken begrenzt den Zugang zum Badesee am Pröbstingsee, um einen zu großen Menschenandrang zu verhindern. Die Regelung gilt zunächst für die anstehenden Tage mit hohen Temperaturen, also voraussichtlich bis Mitte nächster Woche. Bereits am Donnerstag sei der Uferbereich überfüllt gewesen, erklärt der Erste Beigeordnete Norbert Nießing. Abstände seien deshalb nicht eingehalten worden. An den kommenden heißen Tagen wird der Zugang daher auf voraussichtlich 400 Personen begrenzt, um die coronabedingten Abstände gewährleisten zu können.

Corona-Hotspot soll verhindert werden

„Aktuell sehen wir an verschiedenen Stellen im Land, dass immer wieder Corona-Hotspots entstehen“, sagt der Beigeordnete, „das wollen wir hier verhindern.“ Deshalb geht die Regelung einher mit einem eindringlichen Appell an Badegäste und andere Besucher, auf Abstände zu achten, in sensiblen Bereichen Mund-Nase-Schutz zu tragen und die Hygiene einzuhalten.

Laut Nießing werden für die Zugangsregelung Absperrgitter aufgestellt, das Ordnungsamt und Security-Mitarbeiter würden kontrollieren. „Wir wollen natürlich nicht den Badespaß trüben“, sagt Nießing. Er hofft deshalb auf die Kooperation und das Verständnis der Besucher.

Maskenpflicht bei Toilettenbenutzung

Bei maximal 400 Personen soll es gewährleistet sein, dass zwischen den Liegeplätzen genügend Abstand eingehalten werden kann. Das bedeutet auch, dass im Zweifel weitere Gäste abgewiesen werden müssen. „Natürlich stellen wir uns darauf ein, dass das auch zu Diskussionen führt“, so Nießing. Maskenpflicht besteht grundsätzlich nicht. Ausnahme: bei Benutzung der Toilettenanlage sowie beim Gang zu den gastronomischen Angeboten des Campingplatzes.

„Wir hoffen auf das Verständnis der Badegäste“, sagt Nießing, der außerdem appelliert, „im Zweifel zu Hause zu bleiben“. Am Donnerstag sei aufgrund des Andrangs auch der Parkplatz überlastet gewesen, wodurch Rettungswege blockiert waren. Auch dort werde in den nächsten Tagen verstärkt kontrolliert.

Kontrollen auch am Klostersee in Burlo

Dasselbe gilt für den Klostersee in Burlo. Dort ist Baden ohnehin verboten, der Bereich wird zum Ärger der Anwohner aber trotzdem intensiv genutzt. „Unsere Mitarbeiter werden auch dort verstärkt kontrollieren“, kündigt Nießing an. Dabei würden sie – ebenso wie am Pröbstingsee – darauf achten, dass nicht gegrillt wird und keine offenen Feuer angezündet werden. „Jeder sieht, wie trocken die Vegetation ist“, sagt Nießing, „da ist es besonders wichtig, das ohnehin geltende Verbot in diesen Bereichen einzuhalten.“

Unabhängig von den Regelungen sei die Wasserqualität trotz der anhaltend hohen Temperaturen nicht beeinträchtigt, sagt Nießing.

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