Zu viele Barrieren in Westerfilde?

Sozialraum-Analyse

Wie geht's Menschen mit Behinderung in Westerfilde? Das wollte eine Untersuchung klären. Als am Donnerstag die Ergebnisse präsentiert wurden, war aber schnell klar, dass die Studie einen entscheidenden Mangel hat.

WESTERFILDE

von Von Holger Bergmann

, 22.08.2013, 23:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Masterstudenten erarbeiteten im Auftrag der „Zukunftswerkstatt inklusives Westerfilde“ Interview-Fragen und suchten dann zusammen mit Christiane Vollmer, der Behindertenbeauftragten der Stadt Dortmund, nach Westerfilder Bewohnern mit Behinderungen. Dabei gab es eine Enttäuschung. „Wir sind etwas blauäugig an die Geschichte rangegangen“, gibt Christiane Vollmer zu. Von den rund 60 Behinderten, die man zum Beispiel aus der Bürgerwohnung oder anderen sozialen Angeboten kannte, nahmen nur sechs an der Befragung teil. Verzweifelt nahmen die Studenten danach auch Nicht-Westerfilder in die Befragung auf. Das führte zu Unstimmigkeiten in der Analyse. Denn dort heißt es jetzt an einer Stelle, dass die Befragten fehlende Einkaufsmöglichkeiten am Borsigplatz bemängeln.

„Wir müssen uns klar darüber sein, dass diese Befragung nicht repräsentativ war“, erklärte der Mengeder Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar in einem Versuch, Konsequenzen aus dieser Analyse zu ziehen. Besondere Perspektive „Wir sollten aus diesen Befragungen lernen, dass behinderte Menschen eine ganz besondere Perspektive auf Mängel in einem Stadtteil haben“, so Wisbar. Maßnahmen, Westerfilde inklusiver zu gestalten, sollten in weiteren Gesprächsrunden und Ortsbegehungen erarbeitet werden. Christiane Vollmer sieht in der Sozialraum-Analyse auch eher eine Generalprobe, „langfristig soll es so eine Analyse für ganz Dortmund geben, dann werden uns diese Erfahrungen helfen.“ Vor allem an der Mobilisierung behinderter Menschen, an den Befragungen teilnehmen, müsse gearbeitet werden. 

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