Zu wenig Platz für Flüchtlinge in NRW

Diakonie schlägt Alarm

Die Diakonien Mark-Ruhr und Rheinland-Westfalen-Lippe fordern weitere Unterbringungseinrichtungen für Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen. Die zentrale Einrichtung in Hemer bei Iserlohn platze aus allen Nähten, teilte die Diakonie Mark-Ruhr mit. Ähnlich angespannt sei die Situation in Schöppingen.

NRW

von Von Gerhard Vogelsang

, 14.09.2012, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Asylbewerber blickt durch den Außenzaun einer Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.

Ein Asylbewerber blickt durch den Außenzaun einer Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.

Eine wachsende Zahl von Flüchtlingen aus dem Iran, Irak und aus Syrien beantragen derzeit in NRW Asyl. Allein im Juni und Juli dieses Jahres stieg die Zahl der Asylsuchenden aus Syrien von 388 auf 608. Flüchtlinge kommen in NRW zunächst unter anderem in Dortmund an. Dort war zuletzt die Aufnahmestelle für Asylbewerber hoffnungslos überfüllt. Von dort aus werden sie in die beiden einzigen zentralen Unterbringungseinrichtungen in NRW, in Hemer und Schöppingen, weitergeleitet. Hier bleiben sie dann bis zu drei Monate, ehe die Flüchtlinge in Kommunen eine vorübergehende Unterkunft finden.

Als nächstes werden nun Städte und Gemeinden mit den höheren Flüchtlingszahlen konfrontiert sein, so der Städte- und Gemeindebund NRW. Aus Sicht des Flüchtlingsrates NRW sind nicht alle Kommunen gut vorbereitet. „Obwohl die Entwicklung ja nicht über Nacht kam, sondern sich in den letzten zwei Jahren angekündigt hat“, so Jonas Molitor, Referent in der Geschäftsstelle des Flüchtlingsrates NRW, gegenüber diesem Online-Dienst. Eine so angespannte Lage wie in Hemer und Schöppingen erwarte er aber nicht.