Zukunft der Stadtbücherei: Zwei Varianten denkbar

Bürgerwerkstatt

Auf zwei Bauvarianten spitzt sich die Diskussion in der Bürgerwerkstatt über die Zukunft der Bücherei und des Märkischen Museums zu: Das Zusammenrücken der beiden Einrichtungen am Museumsstandort Husemannstraße mit Anbau oder einen Umbau des bisherigen Büchereistandortes an der Ruhrstraße.

INNENSTADT

von Von Susanne Linka

, 07.09.2012, 17:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Den Dialog im Ring hat die Bürgerwerkstatt am Donnerstag erprobt. Knapp 30 Zuhörer verfolgten die Diskussion von (v.l.) Dirk Steimann, Walter Sander, Harald Bolle-Behler, Harald Kahl, Volker Lehnert und Peter Liedke.

Den Dialog im Ring hat die Bürgerwerkstatt am Donnerstag erprobt. Knapp 30 Zuhörer verfolgten die Diskussion von (v.l.) Dirk Steimann, Walter Sander, Harald Bolle-Behler, Harald Kahl, Volker Lehnert und Peter Liedke.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Wittener Lokalausgabe der Ruhr Nachrichten vom 8. September.

Die Bücherei würde die Möglichkeit bekommen, helle Kellerräume zu nutzen und sich auf ein oben aufgesetztes Staffelgeschoss – das über einen Aufzug zu erreichen wäre – auszudehnen. Konkrete Planungen sollen in der nächsten Sitzung der Bürgerwerkstatt am 25. Oktober vorgestellt werden. Ab Mitte September etwa sollen sie im Internet zu betrachten sein. Bei der Sitzung am Donnerstag stand zunächst das Märkische Museum im Mittelpunkt der Betrachtung. Deutlich wurde bei der Zusammenkunft im Johanniszentrum, dass weder Künstler noch das Kulturforum als Betreiber der Einrichtung mit seinem Betrieb ganz zufrieden sind.

„Nach Bochum fahren unsere Kunstlehrer mit ihren Klassen eher“, bilanzierte Walter Sander (SPD) für die Holzkamp-Gesamtschule. Schuld sei wohl auch die thematische Ausrichtung auf das Informel: „Moderne Kunst, die versteht ja keiner.“ Alfred Kastning von der Bürgerinitiative „Rettet die Stadtbücherei“ hielt dagegen: „Oft fehlt nur die Vermittlungskompetenz. Ich habe neulich im Märkischen Museum eine tolle Führung mitgemacht.“ Dass er sich viel mehr solcher attraktiver Museumsangebote vorstellen könnte, machte Kulturforums-Vorsitzender Dirk Steimann klar. Es fehle eben Geld: „Zum Teil ist der Bereich eine Mangelverwaltung.“

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