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Zukunft für Platz des europäischen Versprechens wieder greifbar

Einigung

BOCHUM Nachdem die Zusammenarbeit zwischen Künstler und Stadt noch am Dienstag zu platzen schien, gibt es nun wieder Hoffnung: Ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Jochen Gerz und Kulturdezernent Michael Townsend hat die Wogen geglättet - dennoch gibt es nach wie vor Redebedarf.

von Von Christoph Walter

, 03.12.2009 / Lesedauer: 2 min
Zukunft für Platz des europäischen Versprechens wieder greifbar

Ein Licht am Ende des Tunnels: Künstler und Stadt gehen wieder auf Kuschelkurs

Kunstschaffende und Stadt kümmern sich also Hand in Hand weiter um das Mahnmal für ein friedliches Europa, das vor der Christuskirche nach und nach entstehen soll. Sie kümmern sich weiter um Sponsoren für die Granit-Platten, in die die Namen von Menschen aus aller Welt eingemeißelt werden sollen, die ein geheimes Versprechen für Europa abgegeben haben. Und darum, noch mehr Teilnehmer für das Projekt zu aquirieren. Exakt 12 718 Menschen haben sich inzwischen für die Idee begeistert.

Es gibt also doch eine Zukunft für einen der Bochumer Ruhr.2010-Leuchttürme. Einzige Bedingung: Man müsse sich über einen anderen Bodenbelag als die Sparversion, ein Mix aus losem Splitt und Asche, für den Platz verständigen, forderte Gerz.

Weder der Künstler noch die übrigen Mitwirkenden, darunter Architekt Gido Hülsmann und Lichtdesigner Laurent Fachard, wollen sich mit der vom Rat beschlossenen Billig-Lösung zufrieden geben. Dieses Material sei unvereinbar mit den Kernstücken des Kunstwerks, den kostbaren Namensplatten aus armenischem Basalt. Außerdem, so fürchten die Kritiker, könnte der Fußboden der denkmalgeschützten Christuskirche durch versehentlich eingeschleppte Schottersteinchen Schaden nehmen.

 „Über die Oberflächengestaltung des Platzes werden wir noch einmal reden“, sagte Townsend. Für eine hochwertigere Variante als Splitt wäre ein neuer Ratsbeschluss erforderlich.

Den Platz des europäischen Versprechens wie ursprünglich geplant bis Ende 2010 zu vollenden, halten inzwischen sowohl Gerz als auch Townsend für ausgeschlossen. Von den 24 vorgesehenen Namensplatten sind bisher erst zwei angefertigt und installiert. Townsend: „Die Suche nach Sponsoren gestaltet sich einfach schwieriger als gedacht.“