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Zukunftsakademie NRW mit Gala eröffnet

Neue Instituiton

Nun ist sie also eröffnet, die Zukunftsakademie NRW (ZAK). Bei der Gala mit vielen Reden und künstlerischen Beiträgen am Samstag (7.12.) in den Kammerspielen wurde jedoch klar: Was die neue Institution konkret hervorbringen wird, kann nur die Zukunft zeigen. Gute Ansätze sind jedoch vorhanden.

BOCHUM

von Von Max Florian Kühlem

, 08.12.2013 / Lesedauer: 2 min
Zukunftsakademie NRW mit Gala eröffnet

Zur Eröffnung der Zukunftsakademie gab es zahlreiche künstlerische Darbietungen.

Zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit präsentierte sich auf der Kammerbühne der ZAK-Geschäftsführer, der 35-jährige Timo Köster. „Die Verschränkung von kultureller Bildung und Interkultur auf der Folie der Stadtgesellschaft“, habe ihn an der Stelle interessiert. „Das ist für mich eine große Herausforderung.“ Sein Wunsch: Die ZAK soll ein Ort werden, an dem Menschen sich streiten, ein Raum für neue Utopien, Szenarien für eine neues Zusammenleben, ein neues Wir, das alle Kulturen, die zusammen in einer Region leben, mit einschließt.

Dass gelebte Interkultur eigentlich selbstverständlich sein sollte, erörterte der Philosoph Wolfgang Welsch in seinem Eröffnungsvortrag. „Die Realität ist längst durch innere Transkulturalität geprägt“, sagte er. Eine Mehrzahl der heutigen Gesellschaftsmitglieder könnten eine „Patchwork-Identität“ vorweisen, in die Erfahrungen aus mehreren Kulturen eingeflossen seien.Oder wie NRW-Staatsminister Bernd Neuendorf es ausdrückte: „Nicht Sesshaftigkeit, sondern Mobilität ist der Normalfall unserer Gesellschaft.“ Woran es aber gerade in der Sphäre der gesellschaftlichen Multiplikatoren immer noch hapert, sind die persönlichen Kontakte zu Menschen mit anderen kulturellen Hintergründen. 

Moderatorin Andrea Thilo machte das mit einer kleinen, geschickten Nachfrage an Kulturdezernent und Stadtdirektor Michael Townsend deutlich: „Haben sie türkische Freunde?“, fragte sie aus dem Gespräch heraus. Townsend gab offen zu, dass er bisher keine habe, „aber sehr viele Kontakte auf formeller, professioneller Ebene.“ Den Weg zu einer „Kunst der Beteiligung“, die Timo Köster sich auf die Fahnen geschrieben hat, muss die ZAK also erst noch gehen. Gute Ansätze sind mit Partnern wie der interkulturellen Street- und Hochkultur verbindenden Tanzkompanie Renegade gegeben, die bei der Eröffnungs-Gala ihr neues Stück „Lust“ zeigte.

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