Zusätzlicher Parkraum - Was sagen Sie zu dieser Idee?

Nickel- und Eggeling-Gelände

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Diese Weisheit bewahrheitet sich allmorgendlich, besonders an den Wochentagen, am Mengeder Bahnhof. Denn nur Pendler, die vor 7 Uhr eintreffen, finden dort problemlos einen Parkplatz. Das soll sich jetzt ändern. Und wir wollen Ihre Meinung zur jüngsten Idee wissen.

MENGEDE

, 31.03.2017, 05:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Birken auf dem Foto markieren grob die Ausläufer des ehemalige Nickel- und Eggeling-Geländes. Dort könnten neue Parkplätze entstehen, meint Jürgen Utecht.

Die Birken auf dem Foto markieren grob die Ausläufer des ehemalige Nickel- und Eggeling-Geländes. Dort könnten neue Parkplätze entstehen, meint Jürgen Utecht.

Bezirksvertreter Jürgen Utecht hat eine Idee, wie es für alle besser laufen könnte. Weitere Park-&-Ride-Plätze auf der so genannten „Schotterfläche“, der ehemaligen Ladestraße der Deutschen Bahn AG, hat der Grünen-Politiker dabei aber nicht im Auge. Auch wenn Bürger genau diese Erweiterung immer wieder fordern.

„Mengede ist im weiten Umkreis der letzte Bahnhof mit Gleisen für Bauzüge und Lagerfläche für Baumaterialien. Die Deutsche Bahn AG wird daher kaum Interesse daran haben, diese Fläche für Parkplätze zur Verfügung zu stellen“, so Utecht.

Flache Rampe

Seine Idee geht auch geografisch in eine andere Richtung – Utecht schlägt das ehemalige Nickel- und Eggeling-Gelände an der Dönnstraße als zusätzliche Parkplatzfläche vor. „Über eine flache Rampe könnte man relativ problemlos das Gelände erreichen.“

Weil sich Politik und Verwaltung schon lange Gedanken über die Zukunft der N&E-Flächen machen, hält Utecht die Nutzung für naheliegend und legitim. Zuletzt waren Wohnbebauung und die Ansiedlung von Gewerbe im Gespräch. „Die ursprünglichen Planungsabsichten wurden aufgrund der Altlastenproblematik nicht weiterverfolgt. Jedoch bleibt das Ziel, die Fläche als Wirtschaftsflächenreserve einer Neuordnung zuzuführen“, zitiert Utecht aus einem Schreiben von Stadtrat Martin Lürwer aus dem Jahr 2013.

Weitere Vorteile

Die neue Parkfläche hätte seiner Meinung nach noch weitere Vorteile: Der Fußweg würde sich vom Bereich der Wodanstraße zum Bahnhof deutlich verkürzen, und Pendler aus Nette müssten auf dem Weg zum Bahnhof nicht mehr durch das Zentrum von Mengede.

Um die Parkplatz-Situation am Bahnhof und auch am Marktplatz, wo viele Pendler die Stellplätze ganztägig blockieren, zu entspannen, sollte man auch die E-Bike-Fahrer im Blick haben, meint Utecht. „Sie müssen eine Möglichkeit bekommen, ihre hochwertigen Räder sicher abstellen zu können“, fordert er. Ein gutes Beispiel seien die Fahrradboxen am Bahnhof in Witten.

Was denken Sie?

In der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung am 3. Mai (Mittwoch) will die Grünen-Fraktion einen entsprechenden Antrag „Parkraum auf dem N&E-Gelände“ vorlegen. Die CDU-Fraktion hatte bereits in der März-Sitzung einen Antrag für eine weitere Park&Ride-Fläche neben dem Bahnhof („Schotterplatz“) gestellt. Denn: „Durch die Einführung des Rhein Ruhr Expresses wird der Haltepunkt Mengeder Bahnhof als Pendlerstandort weiter an Bedeutung gewinnen.“ Bereits im September 2016 hatte die SPD die Installation einer Radstation und eine Fahrradwoche am Bahnhof gefordert. In einer Stellungnahme der Stadt (Dezember 2016) heißt es, dass der Bahnhof im Zuge eines Förderprojektes einen „Fahrradkäfig“ mit 40 Fahrradbügeln erhalten soll.