Zuschauer feiern Komikerin Carolin Kebekus von der ersten Minute an

Zeltfestival Ruhr

Mit derbem Humor weit unter der Gürtellinie brachte Komikerin Carolin Kebekus die Fans im Sparkassenzelt auf ihre Seite: Das Publikum feierte die Kölnerin von der ersten Minute an. Den Draht zu den Zuschauern findet sie mühelos - mit einem dicken Lob für den VfL Bochum.

BOCHUM/WITTEN

01.09.2013, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Carolin Kebekus »besorgte« es ihrem Publikum beim Zeltfestival Ruhr.

Carolin Kebekus »besorgte« es ihrem Publikum beim Zeltfestival Ruhr.

Sie hat kaum die Bühne betreten, da johlt, jubelt und feiert das Publikum sie. So sehr, dass sie gleich nach dem Intro-Lied in Pussyterror-Gangster-Manier eingesteht, wie überwältigt sie von den rund 2400 Besuchern im Zelt ist: „Das ist mein erster Auftritt nach der Sommerpause und ihr seid so viele!“ Die Verbindung zum Publikum baut sie schnell und mühelos auf. Mit dickem Lob für den VfL Bochum. „Ey, wie macht ihr das?! Was muss da in der Kabine abgegangen sein?“, kommentiert sie die Aufholjagd an der Castroper Straße gegen den SC Paderborn am Samstag. Was folgte, ließ die Besucher quasi non-stop jubeln und lachen. Kindheit im Kölner Ghetto, das Gefühl, mit ihrer derben Art im Körper einer Frau falsch zu sein und was sie – wenn sie einen hätte – alles mit einem Penis anstellen würde: Das Publikum feiert sie.

Groß ist der Jubel bei den Zuschauern, als sie ein Bochumer „Ghetto“ mit dem ihrer Kindheit vergleichen will und vom Publikum den Eierberg zugerufen bekommt. Wohl ohne zu wissen, welchen Hintergrund dieser Teil Bochums hat, baut sie den Eierberg in ihre Nummern ein. Und amüsiert sich selbst köstlich: „Eierberg? Das klingt wie ein Ort, wo Jungs mit offenem Hemd die Heuballen auf der Schulter tragen und nett zu den Mädchen sind!“ Derbster rheinischer Dialekt, gepaart mit Hemmungslosigkeit und wunderbar wandlungsfähiger Stimme – vom Hip-Hop-Gangster über die gewählte Ausdrucksweise einer feinen Dame bis zur mädchenhaften Quietschstimme – Carolin Kebekus hat es einfach drauf.

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