Zwangsgeld angedroht: Villa-Quiz muss bis Freitag vom Netz

HERBEDE Das Spiel ist aus, die Hausverlosung der Villa in Herbede wohl beendet. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat Hans-Georg Bär am Mittwoch ein Ultimatum gestellt. Bis Freitagnachmittag 16 Uhr muss seine Seite aus dem Netz, die Veranstaltung beendet sein. Sonst droht eine empfindliche Strafe.

von Von Wiebke Karla

, 04.02.2009, 14:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwangsgeld angedroht: Villa-Quiz muss bis Freitag vom Netz

So sieht die Villa an der Kämpenstraße 125 aus.

Hans Georg Bär hat im Internet ein Quiz veranstaltet, bei dem die Teilnehmer - nachdem sie 29,90 Euro gezahlt haben - verschiedene Fragen zum Allgemeinwissen beantworten müssen und dabei seine Villa im Ruhrtal gewinnen können.Anhörung am Mittwochvormittag Die Bezirksregierung ist der Auffassung, dass es sich dabei um ein öffentliches Glücksspiel handelt und hatte diese Veranstaltung bereits am Montag verboten, Bär aber bis Mittwoch 12 Uhr eine Frist zur Anhörung gesetzt. Er argumentierte auch am Mittwochvormittag wieder, dass das Spiel nicht vom Zufall abhänge. Die Bezirksregierung blieb jedoch bei der Auffassung, dass es sich um Glücksspiel handele. Vor allem, weil kein potentieller Teilnehmer bei der Spielteilnahme weiß, ob das Spiel überhaupt stattfindet, wenn z.B. weniger als 39.900 vom Veranstalter als notwendig angekündigte Mitspieler vorhanden sind. Außerdem hätten die Leistungsfähigkeit von Computern und Providern wesentlichen Einfluss auf den Spielausgang. Zwangsgeld von 30.000 Euro angedroht Nimmt Bär seine Seite nicht vom Netz, drohen ihm 30.000 Euro Zwangsgeld. Der Herbeder hatte angekündigt, im Falle eines Verbotes das Spiel über eine österreichische Internetadresse laufen zu lassen. Die Bezirksregierung erklärte jedoch, dass auch dies rechtlich nicht zulässig sei, weil die Villa in Deutschland stehe.