Zweijährige isst Kokain aus Badezimmer – Vater angeklagt

Drogenhändler

Ein mutmaßlicher Drogenhändler soll Kokain in seinem Haus gelagert haben – und seine kleine Tochter aß davon.

Wuppertal

05.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Angeklagte wartet in einem Gerichtssaal im Landgericht auf den Beginn der Verhandlung gegen ihn. Der 43-Jährige soll mit Kokain gehandelt haben. Das Rauschgift lagerte er in seinem Haus ungesichert, so das seine zwei Jahre alte Tochter sich damit vergiften konnte.

Der Angeklagte wartet in einem Gerichtssaal im Landgericht auf den Beginn der Verhandlung gegen ihn. Der 43-Jährige soll mit Kokain gehandelt haben. Das Rauschgift lagerte er in seinem Haus ungesichert, so das seine zwei Jahre alte Tochter sich damit vergiften konnte. © picture alliance/dpa

Am Mittwoch begann vor dem Wuppertaler Landgericht der Prozess gegen den Vater wegen fahrlässiger Körperverletzung und Drogenhandels. Laut Anklage soll der 43-Jährige Kokain unter anderem im Badezimmer seines Hauses in Velbert herumliegen gelassen haben, in dem er mit Ehefrau und zwei Kindern wohnte.

300 Gramm Kokain

Die zum Tatzeitpunkt zweijährige Tochter habe das Rauschgift gefunden und „eine nicht unerhebliche Menge konsumiert“. Das Kind habe Ende 2019 dadurch gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten. Nähere Angaben dazu konnte ein Gerichtssprecher nicht machen. Als Ermittler später das Haus des Angeklagten durchsuchten, fanden sie an verschiedenen Stellen insgesamt etwa 300 Gramm Kokain.

Bei der Eröffnung des Hauptverfahrens habe die Kammer darauf hingewiesen, dass auch eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung in Betracht kommen könne, sagte der Gerichtssprecher. Für den Prozess sind fünf weitere Verhandlungstage bis Mitte September angesetzt.

dpa

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