Zweimal kassieren gilt nicht

Kita-Gebühren

Beitragsfreiheit für das letzte Kindergartenjahr: Diese frohe Botschaft gilt für junge Eltern seit Montag. Aber dass diese Gesetzesänderung für Eltern mit Geschwisterkindern keine Ersparnis bringen soll, „stimmt nicht“, stellte Thomas Stotko klar. Denn zweimal kassieren gilt nicht.

WITTEN

von Von Lisa Timm

, 02.08.2011, 06:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

In Witten wären mehr als 200 Familien betroffen. „Hier würde sich die Stadt auf Landeskosten zu Lasten junger Familien bereichern“, ist Stotko empört. Mit einer Satzungsänderung könne erreicht werden, dass das Land anstelle der Eltern die Kosten der „Beitragsfreien“ an die Stadt überweise. Neben OGS und Kindergarten erfordert die U 3-Betreuung in der Regel den höchsten Elternbeitrag. „Sollte also das teure Kind nicht im letzten Kindergartenjahr stecken, kann auch dafür die Satzung geändert werden“, bekräftigt Stotko. Andere Städte hätten dazu bereits Differenzlösungen entwickelt. Dann gilt: Eltern müssen den Betrag für das teure Kind begleichen, er wird jedoch mit dem vom Land erstatteten Betrag verrechnet.

Stotko weist zudem darauf hin, dass das Land NRW 150 Millionen an die Kommunen als Ausgleich für das letzte Kindergartenjahr verteile. Grundlage dafür werde ein Elternbeitragsanteil von 19 Prozent sein; fünf Prozent mehr als die Stadt von den Eltern bekommen würde.