Zwischen Werk und Was-soll-das-denn: Peter Kosch stellt aus

Werkschau

WITTEN Zum ersten Mal im neuen Atelier zeigt der Wittener Künstler Peter Kosch in einer Werkschau seine Arbeiten. Ein belebendes Konzept: Seine aufwändigen Fassadenbilder und die vielen kleinen Schönheiten und Skurrilitäten seiner Sammlung erzeugen eine Atmosphäre voller Humor und strahlender Farben.

von Von Tilman Abegg

, 07.05.2009, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit Stößel und Beitel rückt Peter Kosch den Rohlingen seiner Fassadenbilder zu Leibe. Einige der Klinkerflächen sind in Wirklichkeit aufwändige Holzreliefs.

Mit Stößel und Beitel rückt Peter Kosch den Rohlingen seiner Fassadenbilder zu Leibe. Einige der Klinkerflächen sind in Wirklichkeit aufwändige Holzreliefs.

Dabei täuschen sie, auf eine Art, genau das vor. Aus selbst gemachten Fotos von Fassaden und Straßenansichten in verschiedenen Ländern puzzelt sich der Künstler seine Wandflächen zusammen. „Nach rein ästhetischen Kriterien“, ohne soziale, politische, konzeptuelle Motivation, nur nach persönlichem Genuss. Dann malt er die Bilder ab. Teilweise mit großem Aufwand. Aus Holzplatten meißelt er mit Stecheisen und Klöppel ein Klinkerfassaden-Relief, bevor er es mit Mörtel verputzt und mit Farbe zu einer Art Fassaden-Fantasie erhebt. „An ‚Fassade Ruhr Briketts‘ saß ich drei Wochen. Von morgens bis abends“, erzählt Kosch.

Doch nicht nur seine Wandgemälde und -assemblagen sind sehenswert. Auch die vielen skurrilen und witzigen Fundstücke, Installationen, Readymades und anderen Dinge irgendwo zwischen Werk und Was-soll-das-denn, sind Gründe, seine Werkschau zu besuchen. Wann? An zwei Samstagen (9. und 16. Mai) und Sonntagen (10. und 17. Mai),jeweils von 12 bis 19 Uhr. Die Tür zum Atelier öffnet sich von der Uthmannstraße 33 aus.