Zwist in Herbede wird öffentlich

Wahlkampf der SPD

Rote Eier hier, rote Eier dort: Gleich mit zwei Wahlkampf-Ständen war die SPD am Gründonnerstag auf der Meesmannstraße vertreten. Ein öffentlich sichtbares Zeichen dafür, dass sich der SPD-Ortsverein und der SPD-Stadtverband ganz und gar nicht grün sind.

HERBEDE

23.04.2014 / Lesedauer: 2 min

„Wir machen für Frau Marunga keinen Wahlkampf“, hatte Ortsvereinsvorsitzender Klee nach der Niederlage angekündigt. Und daran halten sich die Herbeder Sozialdemokraten. „Die Plakate in Herbede mussten Leute vom Stadtverband aufhängen. Die haben vielleicht gedacht, dass wir einknicken, aber das tun wir nicht“, sagt Georg Klee. Grundsätzlich, so seine Meinung, schade das aktuelle Chaos der sozialdemokratischen Sache. Aber die Verantwortung dafür liege nicht beim Ortsverein sondern beim Verursacher – dem Stadtverband.

Im Gespräch mit Herbeder Bürgern stoße er auf Verständnis für die Haltung im Ortsverein: „Die Leute kennen ja die Hintergründe. Wir machen keinen Hehl aus dem Theater im Vorfeld. Die Bürger wissen, dass unser Ortsverein hinter Bürgermeisterin Sonja Leidemann steht.“ Letzteres komme beim Stadtverband und insbesondere seinem Vorsitzenden Thomas Stotko eben gar nicht gut an. Das Verhältnis zwischen der Bürgermeisterin und ihrer Partei gilt seit langem als angespannt. Sabine Marunga, die künftig im Rat ohne Rückhalt des Ortsvereins Herbeder Interessen vertreten soll, hat sich im Ortsverein bisher nicht vorgestellt. „Das wollen wir im Ortsverein auch gar nicht“, betont Klee.

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