Zwölf Künstler interpretieren Landschaftsmalerei neu

Märkisches Museum

Landschaftsmalerei: Das klingt nach Tradition, nach überholten Sehgewohnheiten, nach Idylle. Wenig spannend. Wie sehr das Vorurteil täuschen kann, zeigt die Ausstellung "Kalte Rinden - Seltene Erden" im Märkischen Museum.

WITTEN

von Von Irene Steiner

, 13.09.2012, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

› Ein Teil der Ausstellung „Kalte Rinden – Seltene Erden“ wird im Märkischen Museum bis zum 3. November gezeigt. Öffnungszeiten: Di bis So 12-18 Uhr.
› Weitere Werke der Ausstellung zeigt das Stadtmuseum Hattingen bis zum 11. November. Öffnungszeiten: Mi bis Fr 15-18 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr.
› Ab Freitag, 18. Januar 2013, ist „Kalte Rinden – Seltene Erden“ in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen zu sehen

David Schnell ist zu sehen mit großformatigen Arbeiten, die „schwer zu bekommen sind“, wie Sven Drühl stolz kommentierte. Ein riesiger Wald, dessen Stämme bei näherem Hinsehen akribisch auf einem Raster von Perspektivlinien platziert sind und in ihrer Gesamtheit dennoch den Eindruck eines in irrlichterndem Licht stehenden Waldes erwecken. Oder Landschaftsmalerei nach Art von Marcellus L. Sein Video zeigt einen Blick in ein Iglu-Zelt, in dem ein junger Mensch an einem Gameboy daddelt. Das Zelt bauscht sich im Wind. Die Landschaft, die Natur ist da, aber ausgesperrt in zweifacher Hinsicht. Denn der Mensch nimmt keine Notiz von ihr.

Oder das Video von David Claerbout, für das der Künstler einen ganzen Tag lang dieselbe Brücke filmte. Das wandernde Licht gibt irgendwann den Blick auf einen Menschen, der zunächst im Schatten verschwindet. Oder die großformatigen Werke des Kurators der Ausstellung Maik Wolf. Ein futuristisch geschichtetes Gebäude in einer kargen Landschaft, am Computer konstruiert und in vielen Farbschichten auf die Leinwand gebracht. Und es gibt noch mehr zu entdecken. Hier und in Hattingen. Denn im Rahmen der Kooperation des Märkischen Museums mit dem Stadtmuseum Hattingen werden dort ebenfalls Werke der Ausstellung gezeigt, die bereits in Kiel zu sehen war. Anschließend wandert die Schau nach Bietigheim-Bissingen.  

› Ein Teil der Ausstellung „Kalte Rinden – Seltene Erden“ wird im Märkischen Museum bis zum 3. November gezeigt. Öffnungszeiten: Di bis So 12-18 Uhr.
› Weitere Werke der Ausstellung zeigt das Stadtmuseum Hattingen bis zum 11. November. Öffnungszeiten: Mi bis Fr 15-18 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr.
› Ab Freitag, 18. Januar 2013, ist „Kalte Rinden – Seltene Erden“ in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen zu sehen