Anstelle der Immobilie Wulfener Markt soll etwas Neues entstehen: Ein Architekt hat eine Rahmenplanung erarbeitet. © www.blossey.eu
Stadtteilkonferenz

Nach langer Corona-Zwangspause: In Wulfen passiert wieder was

Nach einer langen Zwangspause treffen sich die Wulfener wieder zur Stadtteilkonferenz: Zwei besonders wichtige Themen für den Stadtteil Wulfen und den Ortsteil Barkenberg werden diskutiert.

Mehr als anderthalb Jahre ist es her, dass die letzte Stadtteilkonferenz für die Wulfener „leibhaftig“ stattgefunden hat. Nach der Corona-Zwangspause kommen die Teilnehmer jetzt wieder zusammen: Am 19. Oktober (Dienstag), 18 bis 20 Uhr, gibt es ein Wiedersehen im Gemeinschaftshaus Wulfen-Barkenberg am See.

Thematisch werden der Wulfener Markt und der Industriepark Große Heide im Vordergrund stehen. Bekanntermaßen steht der Wulfener Markt vor dem Abriss, das Gelände rund um den Markt soll neu bebaut werden. Laut Protokoll der letzten Wulfen-Konferenz vom 12. Februar 2020 wurden noch weitere Gespräche mit Gläubigern und einem weiteren Bieter aus dem Zwangsversteigerungsverfahren für den Wulfener Markt geführt. Mittlerweile wurden von einem Wulfener Architektenbüro Vorschläge für eine Neubebauung in Wulfens Mitte gemacht. Die nächste Wulfen-Konferenz wird sich mit den Details beschäftigen.

Arbeitsgemeinschaft Verkehr fordert Entlastungskonzept

Weiteren Raum nimmt der Bebauungsplan Industriepark Große Heide Wulfen ein. Der Projektzeitplan, das Verkehrskonzept für die Große Heide sowie Energiekonzept und Anbindung an den Stadtteil liefern Gesprächsstoff. Stadtbaurat Holger Lohse hielt auf der letzten Wulfen-Konferenz fest, dass „die Gestaltung des Verkehrsflusses für alle Beteiligten das größte Problem“ sei. Wie Lohse seinerzeit sagte, wolle Straßen.NRW Verbesserungen der Signaltechniken prüfen lassen. Außerdem solle eine Lärmschutzsatzung erarbeitet werden.

Die Frage nach einer höheren Schadstoffbelastung wurde von Gutachtern verneint, da es im Bereich der Großen Heide Wulfen keine dichte Wohnbebauung gibt. Die Verkehrs AG der Wulfen-Konferenz fordert unterdessen ein integriertes Verkehrskonzept für den Stadtteil Wulfen, um Alt-Wulfen und den Bereich Wulfen-Deuten vom Verkehr zu entlasten. „Es soll zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität der Einwohner führen“, so die Verkehrs AG.

Nach ihren Vorstellungen soll der Kfz-Verkehr von der B58 vom Freudenberg und von Haltern kommend über vorhandene Straßen abgeleitet werden. Von Haltern kommend solle an der Shell-Tankstelle in Wulfen eine Linksabbiegerspur mit Hinweis auf die A52 eingerichtet werden.

Außerdem soll eine Ampel zwischen Dimker Heide und Barkenberg den Verkehrsdurchfluss steuern. Weitere Vorschläge betreffen den Pkw-Durchgangsverkehr von Barkenberg Richtung Norden: Die Fortsetzung der Maiberger Allee vom Friedhoff Schultenfeld bis zum Wiesental soll den Pkw-Verkehr aufnehmen. Daneben strebt die Verkehrs AG auch eine Verbesserung des Radwegenetzes in Wulfen und den Ausbau des ÖPNV-Angebotes an.

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Redaktion Dorsten
Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel