4000 Nordkirchener Unterschriften für neues Bad

Nach Hallenbad-Schließung

„Wir brauchen ein Schwimmbad in Nordkirchen!“ Der Meinung sind 3935 Nordkirchener. Bürgermeister Dietmar Bergmann nahm Donnerstagabend Unterschriftenlisten von Vertretern der DLRG, des Tauchsportvereins und des Fördervereins Bürgerbad im Bürgerhaus entgegen.

NORDKIRCHEN

, 19.02.2016, 15:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bergmann zeigte sich zuversichtlich und präsentierte eine Skizze, wie ein neues Schwimmbad aussehen könnte.

„Alle, die unterschrieben haben, haben mit ihrer Unterschrift Ja gesagt zu einem Schwimmbad in Nordkirchen – und damit zur Sicherheit der Kinder, zum Schul- und Vereinssport, zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen, zur Gesundheitsförderung von Jung und Alt und zum Schwimmen für Nordkirchener und Gäste“, fasste Ulli Lunemann, Ausbildungsleiter der DLRG,  die Pro-Argumente zusammen.

So könnte das Schwimmbad in Nordkirchen aussehen

Unterschriften ausschließlich in Nordkirchen gesammelt

Die Entscheidung könnte bis zum Sommer fallen. Ausdrücklich wies Julian Grenz, DLRG-Vorsitzender, vor den Ausführungen des Bürgermeisters noch darauf hin, dass die Unterschriften ausschließlich auf Nordkirchener Gebiet gesammelt wurden.

Die Unterschriftenlisten seien kein Meinungsbild der drei Vereine, sondern aller Bürger Nordkirchens. Ein Slogan der Initiative lautet „Schwimmenlernen kostet Geld – Ertrinken das Leben.“

Eine Sanierung des Schwimmbades ist keine Option

Politik und Verwaltung setzten sich in jedem Fall intensiv mit dem Thema auseinander. „3,3 Millionen Euro Sanierungsstau, eine katastrophale energetische Situation und Barrierefreiheit nicht machbar – eine Sanierung des bestehenden Schwimmbades am Schloss kommt nicht in Frage“ erklärte Bürgermeister Dietmar Bergmann.

Die Bedeutung des Schwimmsports sei unbestritten. Darum gehen die Gedanken Richtung Neubau. „Wenn es ein neues Bad gibt, dann wird es ein funktionelles Bad mit einer angeschlossenen Sporthalle sein, also kein Spaßbad“, stellte Bergmann klar.

Neues Schwimmbad hätte weder Sprungturm noch Tribüne

Die Kosten werden zurzeit von einer Arbeitsgruppe geprüft. Die Unternehmensberatung Prova erarbeitet ebenfalls Lösungsansätze.

„Wir denken nicht über Luftschlösser nach, sondern wollen das ermöglichen, was gebraucht wird“, so Bergmann weiter. Eine Planskizze zeigte: Das neue Bad – so es denn käme – wäre kleiner, hätte weder Sprungturm noch Tribüne. Als Standort ist das Gelände Am Gorbach gegenüber den Tennisanlagen angedacht.

Unterschriftenaktionen haben Wirkung gezeigt

Politik und Verwaltung hätten jedenfalls erkannt, dass ein neues Bad wichtig für den Wohn- und Schulstandort sei. Aber: „Auch wenn das Bad eine wichtige Infrastruktureinrichtung ist, können wir das nicht mal eben so bauen“, erklärte Bergmann.

Eine Entscheidung könnte aber vor den Sommerferien fallen. Die Unterschriftenaktionen haben Wirkung gezeigt.

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