Ahnenforscher Hubert Kersting auf Spurensuche

Rückblick bis 1590

Die Erforschung seiner Familiengeschichte ist das Hobby von Hubert Kersting. Bis 1590 ist es ihm gelungen, die Familienzweige Erdmann (mütterlicherseits) und Kersting (väterlicherseits) zurückzuverfolgen. "Es ist ein bisschen wie Detektiv spielen", erzählt Kersting.

Nordkirchen

von Von Malte Bock

, 07.05.2013, 13:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ahnenforscher Hubert Kersting auf Spurensuche

Hubert Kersting hat ein zeitaufwendiges Hobby. Ehrgeizig hat er sich auf die Spur seiner Ahnen begeben.

Im Umgang mit den bestehenden Computerprogrammen zur Ahnenforschung kamen dem gelernten Anwendungsentwickler seine PC-Kenntnisse zu Gute. Auf einer eigenen Homepage gibt Kersting mittlerweile Tipps zur Ahnenforschung. Sein Hobby war es auch, das ihn zum Heimatverein geführt hat. Mittlerweile ist er dessen Vorsitzender und hat in dessen Namen unzählige Publikationen veröffentlicht. „Das war doch schon sehr zeitaufwendig“, sagt Kersting mit einem Blick auf mehrere vor ihm liegende Ordner, in denen fein säuberlich die Familienstammbäume aufgelistet sind.  Zahlreiche Geschichten haben ihn auf seiner Spurensuche gefesselt, spannende, erfreuliche, aber auch traurige. Ergriffen hat ihn so das Schicksal seiner Urgroßmutter, die vor ihrem eigenen Ableben bereits zehn ihrer 13 Kinder beerdigen musste. Die Hauptarbeit sei aber nun getan, weitere Protagonisten der Familiengeschichte leicht zu ergänzen.

„Mich treibt aber auch die Frage an, was hinter den ganzen Namen steckt“, kommt Hubert Kersting bereits der Frage zuvor, ob seinem Hobby damit ein Ende gesetzt sei. Unzählige Antworten gilt es noch zu finden: Wie haben die Menschen gelebt? Wie Weihnachten gefeiert? Wo haben sie eingekauft? Wie stand es um die hygienischen Verhältnisse? Alle Dokumente, die Kersting in die Hände fallen, werden gesammelt. Angefangen von alten Briefen seines Opas aus dem Ersten Weltkrieg bis hin zur Lohnabrechnung seiner Mutter. Um Vergangenes zu bewahren, hat der zweifache Familienvater ganz besonders bei seinem eigenen Vater nachgefragt. In stundenlangen Interviews hat er dessen Erinnerungen sowohl auf Tonband aufgenommen, als auch durch einen speziellen Fragenkatalog protokolliert. „Daraus könnte durchaus irgendwann ein Buch entstehen.“  

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