Anwohner ärgern sich über zugeparktes Wohngebiet in Südkirchen

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Gibt es rund um den Kastanienweg in Südkirchen viel zu wenige Parkplätze? Einige Anwohner sagen: „Eindeutig ja.“ Vor allem ärgern sie sich über ein vermeintliches Versäumnis der Gemeinde.

Südkirchen

, 02.01.2019, 15:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zu viele Autos, zu wenige Parkplätze: RN-Leser Oliver Lohoff ärgert sich über die Verkehrssituation rund um das Wohngebiet an der Kastanienstraße und den benachbarten Straßen. „Man wird im Grunde zum illegalen Parken gezwungen“, sagt der 44-Jährige, der zwar in Werne lebt, aber regelmäßig seine Eltern im Kastanienweg besucht. Lohoff ärgert sich dabei gar nicht über die Anwohner oder deren Besucher. „Irgendwo muss man sein Auto ja parken“, sagt er. Er habe auch nichts gegen Autos. Lohoff ärgert sich über die Gemeinde. Die habe seiner Ansicht nach schlecht geplant und zu wenige öffentliche Parkplätze angelegt.

Nachbarn parken sich gegenseitig die Einfahrten zu

Mitte Dezember schrieb der 44-Jährige sein Anliegen direkt an die Gemeinde Nordkirchen, eine Kopie dieser E-Mail ging auch an diese Redaktion. Lohoff bemängelt darin, dass das „gesamte Wohngebiet zugeparkt wird“. Im Gespräch mit der Redaktion fügt er hinzu, dass sich hauptsächlich Nachbarn gegenseitig die Einfahrten zuparken. Es bliebe ihnen ja auch kaum eine andere Wahl.

Auf seine E-Mail habe er bis Anfang Januar noch keine Antwort erhalten, sagt Lohoff. Er fordert darin unter anderem, dass die Gemeinde dort häufiger kontrollieren solle. „Und ich rede hier nicht von einer Einmalaktion. Entweder Sie kümmern sich endlich mal darum, und zwar dauerhaft, oder Sie stellen Schilder auf, dass das Parken dort allgemein erlaubt ist“, schreibt der 44-Jährige weiter.

Gemeinde kontrolliert etwa einmal pro Woche

„Wir kontrollieren regelmäßig im Kastanienweg“, entgegnet Gemeindesprecherin Anne Büscher auf Anfrage dieser Redaktion. Einmal pro Woche würde ein Mitarbeiter des Rathauses dort nach Falschparkern sehen. Der Großteil würde vorschriftsmäßig parken, sagt Anne Büscher. Einige Parkknöllchen würden trotzdem nach den Kontrollen hinter den Scheibenwischern von falsch abgestellten Autos hängen. Es sei aber insgesamt wenig.

Oliver Lohoffs Gegenargument ist, dass nicht zu den Zeiten kontrolliert würde, wenn die Situation am schlimmsten sei: abends, wenn alle wieder von der Arbeit zurückgekehrt sind.

Anwohner ärgern sich über zugeparktes Wohngebiet in Südkirchen

Parken ist in dieser Spielstraße auf den gekennzeichneten Stellflächen erlaubt. © Karim Laouari

Das Wohngebiet ist verkehrsberuhigt, ein absolutes Halteverbot herrsche dort nicht, erklärt die Gemeindesprecherin. Erlaubt sei das Parken dort auf den gekennzeichneten Stellplätzen. Eine Verpflichtung der Gemeinde, eine gewisse Anzahl an öffentlichen Parkflächen zur Verfügung zu stellen, gebe es hingegen nicht. So gebe der Landesentwicklungsplan nicht vor, fehlende Stellplätze zu ersetzen. Hingegen müsse jeder Grundstücksbesitzer so viele Stellplätze bereithalten, wie auch Autos vorhanden seien, so Büscher.

Im Fall von Oliver Lohoffs Eltern sei genau das der Fall: In dem Mehrgenerationenhaus, in dem auch seine Schwester lebe, habe die Familie Teile des Gartens umfunktioniert, um zusätzliche Parkplätze für sich zu schaffen.

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