Ascheberg und Nordkirchen für Schul-Kooperation

Profil- und Gesamtschule

Wie passen die Profilschule Ascheberg und die Gesamtschule Nordkirchen zusammen? Dieser Frage gehen ab sofort mehrere Gruppen unter Moderation von Dr. Elmar Philipp nach. Der „Unternehmensberater für Schulen“ stellte nun den Prüfprozess vor, mit dem die Schulpartnerschaft ihren Anfang nehmen soll.

NORDKIRCHEN/ASCHEBERG

, 02.09.2016 / Lesedauer: 2 min
Ascheberg und Nordkirchen für Schul-Kooperation

Prüfen eine Schulpartnerschaft (v.l.): Aschebergs Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, Fachbereichsleiterin Andrea Blanke (Ascheberg), Schulberater Dr. Elmar Philipp, Fachbereichsleiterin Mechtild Kammert (Nordkirchen), Nordkirchens Bürgermeister Dietmar Bergmann.

Beide Gemeinderäte hatten diesem Weg zugestimmt, Aschebergs Bürgermeister Dr. Bert Risthaus betonte am Donnerstag noch einmal: „Aus Sicht des Schulplaners ist das die vernünftigste Lösung.“ Sein Nordkirchener Amtskollege Dietmar Bergmann ergänzte: „Mit einer sechszügigen Gesamtschule hätten wir die Chance, Kindern, die wir sonst ablehnen müssten, einen Platz anzubieten.“

Elmar Philipp will den Prozess „nicht durch die Problem-, sondern durch die Chancenbrille“ betrachten: „Wir werden uns die pädagogischen Konzepte und die Schulprogramme ansehen, um am Ende eine Vorstellung davon zu haben, wie eine Schulpartnerschaft aussehen könnte.“ Dabei sei von einem Schulverband bis hin zu einer einfachen, aber verbindlichen Kooperation alles möglich.

Verschmelzung ist nicht möglich

Konkret werden sich drei Gruppen mit unterschiedlichen Themen befassen: Elmar Philipp leitet die Gruppe „Schulkonzept“, Andrea Blanke, Fachbereichsleiterin für Ascheberg, ist für die Gruppe „Organisation“ zuständig, die sich um Raumplanung, Ausstattung und Schülerbeförderung kümmert.

Jetzt lesen

Die Gruppe „Finanzen und Recht“ unter Leitung von Nordkirchens Fachbereichsleiterin Mechtild Kammert nimmt die möglichen Kosten und den rechtlichen Status unter die Lupe. Denn eine Verschmelzung der beiden Schulen ist nicht möglich. „Wenn wir uns auf eine wie auch immer geartete Partnerschaft einigen, ist der Schulversuch in Ascheberg beendet“, erläutert Bert Risthaus.

Scheitern der Partnerschaft hätte negative Folgen

Heißt: Die Profilschule würde keinen neuen Schüler mehr aufnehmen, stattdessen könnten die Kinder aus Ascheberg dann auf die Gesamtschule gehen. „Die Bezirksregierung hat signalisiert, dass das Lehrerkollegium der Profilschule erhalten bleiben kann.“ Sollte die Partnerschaft scheitern, würde die Profilschule von einer Gemeinschafts- in eine Sekundarschule umgewandelt. „Das wären dann schlechtere Bedingungen für alle“, befürchtet Risthaus, dass zum Beispiel die Profile verloren gehen. Deshalb sei er froh, dass „alle Beteiligten beim Beginn des Prüfprozesses eine absolut positive Grundstimmung vermittelt haben“.

Lesen Sie jetzt