Aufkleber sollen auf Biotonnen in Nordkirchen deutliches Signal setzen

Abfuhr

Am Montag, 7. September, werden in der Gemeinde Nordkirchen wieder die Biotonnen geleert. Im Zuge dieser und kommender Bioabfuhren erhalten die Tonnen Aufkleber.

Nordkirchen

, 02.09.2020, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der neue Aufkleber auf der Biotonne.

Der neue Aufkleber auf der Biotonne. © WBC Kreis Coesfeld

Wenn während der Biomüllabfuhr Aufkleber auf die Biotonnen kommen, hat das eine ganz bestimmten Grund, wie die Gemeinde Nordkirchen mitteilt: „Der Aufkleber weist die Bürgerinnen und Bürger darauf hin, dass weder Kunststoffbeutel noch so genannte biologisch abbaubare Folienbeutel in die Biotonnen gegeben werden dürfen“, teilt Gemeindesprecherin Anne Büscher mit. Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) bringen die Aufkleber im Auftrag der Gemeinde Nordkirchen auf die Tonnen auf.

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Damit die Aufkleber auch geklebt werden können, hat Laura Quante von der Gemeinde Nordkirchen eine Bitte: „Bitte stellen Sie die Biotonnen ab 6 Uhr morgens oder gerne auch schon sonntagabends an die Straße und holen sie diese nicht direkt nach der Abfuhr, sondern erst am Nachmittag wieder rein.“

Mehrere Termine nötig

Wahrscheinlich werden laut Gemeinde für das Anbringen der Aufkleber mehrere Bio-Abfuhrtage erforderlich sein - die Aktion werde sich daher voraussichtlich bis zum Herbst hinziehen. „Wer also am Montag noch keinen Aufkleber an seinem Gefäß hat: Bitte auch vor den weiteren Leerungen die Tonne frühzeitig an die Straße stellen! Sollte jemand vergessen werden, kann der Aufkleber auch im Rathaus abgeholt und selbst angebracht werden“, so Laura Quante weiter.

Die Biotonnen in Nordkirchen erhalten jetzt Aufkleber, die darauf aufmerksam machen, die Tonnen nicht falsch zu befüllen.

Die Biotonnen in Nordkirchen erhalten jetzt Aufkleber, die darauf aufmerksam machen, die Tonnen nicht falsch zu befüllen. © Karim Laouari

Hintergrund der Aufkleberaktion: Die Städte und Gemeinden im Kreis sowie die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) haben sich der Aktion „#wirfuerbio“ in Westfalen angeschlossen, um die Qualität der Biotonneninhalte zu verbessern.

Verbraucher sind nachlässiger geworden

„Fast 30 Jahre nach der Einführung der Biotonne sind die Verbraucher leider etwas nachlässiger bei der Befüllung der Biotonne geworden. Immer mehr Störstoffe, darunter vor allem Plastik und auch Plastiktüten, landen inzwischen in der Biotonne“, fasst Stefan Bölte, Geschäftsführer der WBC, das Problem zusammen, vor dem alle Bioabfallverwerter stehen.

Plastiktüten sind das Hauptproblem

Ein Hauptproblem seien die Plastiktüten. Mit dem jetzigen Aufkleber sollen die Nutzer der Biotonnen regelmäßig gezielt daran erinnert werden, dass diese, auch wenn sie biologisch abbaubar sind, nicht in die Biotonne gehören. Wer sie trotzdem im Haushalt zur Sammlung verwenden will, muss dann den Inhalt in die Tonne entleeren und den Beutel selbst über die Restmülltonne entsorgen. „Ansonsten kann es mittelfristig passieren, dass die Biotonne nicht geleert wird. Entsprechende Kontrollen sind spätestens zum Ende des Jahres geplant“, gibt Laura Quante zu Bedenken.

Alternativen zu den Kunststoffbeuteln seien Papiertüten. Diese und auch Zeitungspapier, in die Bioabfälle eingewickelt werden können, seien wie bisher erlaubt.

Was sonst noch nicht in die Biotonne darf: verpackte Lebensmittel wie gekeimte Kartoffeln im Kunststoffnetz, verdorbene Wurst in der Plastikfolie, das Glas mit verschimmeltem Obst oder Kaffeekapseln, aber auch Katzenstreu, Windeln, Asche oder sonstiger Restmüll.

Weitere Infos unter #wirfuerbio in Westfalen oder unter https://www.wirfuerbio.de/wbc-coesfeld


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