Aus für geplante große Silvesterparty in Südkirchen

Raum-Probleme

Beim Schützenfest 2016 war die Zusammenarbeit der Schützenbruderschaft St. Pankratius und des SV Südkirchen so gut, das schnell eine neue Idee aufkam: eine gemeinsame Silvesterfeier in Südkirchen. Aber es taten sich so große Probleme auf, dass die Pläne nun fallen gelassen wurden.

SÜDKIRCHEN

09.10.2017, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aus für geplante große Silvesterparty in Südkirchen

Besucher des Feuerwerkfestes "Flammende Sterne" sehen sich am 19.08.2017 im Scharnhauser Park in Ostfildern bei Stuttgart (Baden-Württemberg) das Musikfeuerwerk der deutschen Firma "Innovative Pyrotechnik (IP)" aus Stuttgart an. Foto: Christoph Schmidt/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

„Wir wollen etwas für die Südkirchener auf die Beine stellen, um die Attraktivität unseres Dorfes zu steigern, und damit auch das Dorfleben bereichern.“ So der Tenor der beiden Vorstände. Schnell kam die Idee einer Silvesterparty auf und es bildete sich ein vierköpfiger Planungsausschuss. Die ersten Überlegungen drehten sich natürlich um die Frage einer möglichen Lokalität.

Inga und Andreas Wacker von der gleichnamigen Autolackiererei erklärten sich freundlicherweise bereit, ihre große Halle zur Verfügung zu stellen, sodass man mitten im Dorf hätte feiern können. Soweit zumindest der Plan. Im Detail stellte sich dann aber heraus, dass die bürokratischen Vorgaben letztlich nicht zu überwinden sind.

Unerfüllbare Auflagen

„In Zeiten nach der Duisburger Loveparade und den Räumungen von großen Wohnkomplexen in Wuppertal und Dortmund aufgrund von Brandschutzmängeln ist es nahezu unmöglich, für eine Industriehalle eine Nutzungsänderung genehmigt zu bekommen“, erklärt Klaus Lütke Börding vom Planungsteam.

Sowohl die zu erwartenden Auflagen (Lagerung von gefährlichen Stoffen in Nebenräumen, mögliche Fluchtwege etc.) als auch die damit verbundenen Kosten ließen sich nicht abschätzen. Zu einem Antrag beim Kreis war es deshalb erst gar nicht gekommen.

Genehmigung gilt nur für ein Jahr

„Wir haben die Organisatoren dementsprechend beraten, aber beantragt wurde dann bei uns nichts“, teilte Christoph Hüsing unserer Redaktion mit. Hinzu kommt die Aussage des Kreisbauamtes, dass eine mögliche Genehmigung nur für diese eine Veranstaltung gilt, weitere Veranstaltungen in Folgejahren müssen immer neu beantragt und genehmigt werden.

„Leider gibt es in Südkirchen keine weiteren Möglichkeiten, um in festen Räumlichkeiten mit 200 bis 300 Gästen eine Party zu feiern.“ so SV-Präsident Ludger Hörstrup. Schweren Herzens habe man daher die Entscheidung getroffen, in diesem Jahr die Silvesterparty abzusagen.

Feier im Zelt?

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der feste Wille ist da, spätestens in zwei Jahren eine solche Veranstaltung durchzuführen. Es gibt schon Überlegungen, ob Silvester ähnlich wie das Schützenfest auch im Zelt gefeiert werden kann. „Dafür sind aber ganz andere Planungen notwendig, die sich in den verbleibenden drei Monaten bis Jahresende nicht realisieren lassen.“ sagt Martin Bauhaus von den Schützenbrüdern.

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