Bald hat Südkirchen einen eigenen Rettungswagen

Hilfe im Notfall

Bei Notfällen zählt jede Minute. Rief jemand aus der Gemeinde Nordkirchen bisher den Notruf, musste ein Rettungswagen aus Ascheberg oder Lüdinghausen anrücken. Bis jetzt. Denn ganz bald schon soll ein Wagen in Südkirchen stationiert werden.Sanitäter können dann in der ganzen Schlossgemeinde schneller vor Ort sein.

SÜDKIRCHEN

, 13.07.2016, 13:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bald hat Südkirchen einen eigenen Rettungswagen

Sie freuen sich über das neue Fahrzeug aus Olfen, das demnächst in Südkirchen stationiert wird: Markus Lücke (v.l.), Teamleiter Bürgerservice im Rathaus Nordkirchen, mit Frank Dunsche vom Olfener Unternehmen ARBO Ambulanzdienst und Bürgermeister Dietmar Bergmann.

In der zweiten Juli-Hälfte öffnet eine Rettungswache in Südkirchen. Das private Unternehmen ARBO (Ambulanz- und Brandschutzdienste) wird in Absprache mit dem Kreis Coesfeld täglich von 8 bis 21 Uhr einen Rettungswagen stationieren. „Wir sind mit der Leitstelle verbunden und werden informiert, wenn wir helfen können“, so ARBO-Chef Frank Dunsche in einem Pressegespräch.

Bürgermeister Dietmar Bergmann sieht darin eine deutliche Verbesserung. „Wir sind glücklich, dass Fachkräfte nun schneller bei einem Notfall helfen können“, sagte er und betonte, es sei ein „zusätzliches Angebot“. Das Personal in anderen Rettungsstationen des Kreises werde nicht reduziert. In der Nacht werde der Rettungswagen weiterhin aus Lüdinghausen oder Ascheberg kommen.

Fahrzeug mit modernster Ausstattung

Wenn ein Bürger der Schlossgemeinde demnächst die 112 wählt, fährt der Rettungswagen aus Südkirchen raus. Stationiert wird er an Cappenberger Straße 18. Frank Dunsche: „Wenn ein Notruf die Leitstelle des Kreises erreicht, wird geschaut, welcher Wagen die geringste Entfernung zum Einsatzort hat.“ Das heißt: Es könnte auch sein, dass das Fahrzeug in andere Orte des Südkreises fährt.

In Südkirchen wird ein neues Fahrzeug mit modernster Ausstattung stationiert. Besetzt ist der Wagen mit einem Rettungssanitäter und einem Notfallassistenten.

Notfallversorgung an erster Stelle

Das Unternehmen hat seinen Standort seit 2001 in Olfen, beschäftigt rund 50 Mitarbeiter und verfügt über fünf Fahrzeuge. Bisher sind die Beschäftigten mit dem Rettungswagen nur bei Krankenfahrten im Einsatz. Wie Frank Dunsche erklärte, werde auch das neue Fahrzeug sicher mal für Krankentransporte unterwegs sein. Doch an erster Stelle stehe die Notfallversorgung.

ARBO-Mitarbeiter sind schon seit einigen Jahren in Nordkirchen tätig. Sie sorgten zum Beispiel bei verkaufsoffenen Sonntagen im Mai und Oktober für den Sanitätsdienst. 

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