Bauprojekt: Das ist der Stand am Haus Westermann

Ausschuss für Bauen und Planung

Zum Neubau, der am ehemaligen Haus Westermann in Nordkirchen entstehen soll, sind im Ausschuss für Bauen und Planung Details vorgestellt worden. Der Investor will mehr Stockwerke und flexibler bauen. Das hat für Diskussionen gesorgt.

NORDKIRCHEN

, 24.04.2016, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dort wo jetzt noch Haus Westermann steht, sollen zwei Gebäude entstehen. Der Investor hat seine neuen Vorstellungen dafür genannt. Darüber ist im Bauausschuss eine Diskussion entstanden.

Dort wo jetzt noch Haus Westermann steht, sollen zwei Gebäude entstehen. Der Investor hat seine neuen Vorstellungen dafür genannt. Darüber ist im Bauausschuss eine Diskussion entstanden.

In der Ausschusssitzung am vergangenen Donnerstag stellte Bauamtsleiter Josef Klaas den Ausschussmitgliedern den aktuellen Stand der Planung von Investor Thomas Buhl vor und welche Änderungen des Bebauungsplans dafür nötig sind.

„Der Raumbedarf ist mittlerweile größer geworden“, teilte Klaas mit. Deshalb müssten, so der Investor, die beiden Einzelgebäude, die an der Mühlenstraße Ecke Schloßstraße entstehen sollen, doch miteinander verbunden werden. „Das finden wir grundsätzlich positiv“, sagte Josef Klaas aus Sicht der Gemeindeverwaltung – weil man gerade dort in der Ortsmitte eine massivere Bebauung begrüßen würde und sich in diesem Fall auch über ein größeres Angebot und „mehr Leben“ freue, so Klaas weiter.

Das sind die Änderungspunkte:

Einen Entwurf dieser Pläne konnte der Investor bis Donnerstag noch nicht vorlegen, deshalb stellte die Verwaltung die Änderungspunkte für den Bebauungsplan vorerst so vor:

  • Das Erdgeschoss der Gebäude soll auch für Wohnzwecke nutzbar sein – aber nur teilweise.
  • Die Geschosszahl soll von 1,8 auf drei Geschosse erhöht werden, bei einer maximalen Firsthöhe von 15 Meter über Straßenniveau.
  • Die Baugrenzen und Baulinien werden sich verändern. Zum Beispiel soll das Krampeneck kein Fußweg bleiben, sondern breiter werden.
  • Die Grundflächenzahl soll 1,0 betragen. Das heißt, das Grundstück darf zu 100 Prozent bebaut werden.

 

 

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Politiker sind skeptisch:

 

Aus dem letzten Punkt entwickelte sich auch die größte Diskussion in der Sitzung. Wieso eine komplette Bebauung des Grundstücks möglich gemacht werden solle, fragte zum Beispiel Uta Spräner (Grüne). Das Gebäude befinde sich in einem Kerngebiet, erklärte Josef Klaas. Dort sei eine solche Regelung üblich und auch bei den Nachbargrundstücken so. Ein weiterer Vorteil sei dem Bauamtsleiter zufolge, dass die 1,0 auch für die Zukunft Erweiterungsmöglichkeiten zulasse.

Insgesamt kristallisierte sich dennoch der Tenor heraus, dass die Politik die Möglichkeit für den Investor, die komplette Grundstücksfläche bebauen zu können, eher skeptisch sieht. Eine Entscheidung stand am Donnerstag noch nicht an, sondern erst in der nächsten Ausschussrunde. 

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