BBV Münsterland übernimmt Glasfaserausbau nicht

Kein schnelles Internet für Nordkirchen?

Zuletzt hatte Bürgermeister Dietmar Bergmann konkrete Aussagen bis Ende September gefordert. Nun ist die Gewissheit da: Die BBV Münsterland wird den Glasfaserausbau in Nordkirchen endgültig nicht übernehmen. Dennoch können sich die Nordkirchener weiterhin Hoffnung auf schnelles Internet machen.

NORDKIRCHEN

, 28.10.2016 / Lesedauer: 2 min
BBV Münsterland übernimmt Glasfaserausbau nicht

Die Versorgungsbetriebe SVS investieren in diesem Jahr rund 1,6 Millionen Euro in den Ausbau von schnellem Internet im Versorgungsgebiet.

Nun ist es amtlich, was schon seit einigen Wochen befürchtet wurde. Die Breitbandversorgung (BBV) Münsterland wird kein Breitbandnetz in den Gemeinden Ascheberg und Nordkirchen bauen. „Dies hat uns Manfred Maschek, Geschäftsführer der BBV, mitgeteilt“, erklärte Nordkirchens Bürgermeister Dietmar Bergmann in einem Gespräch mit der Redaktion. Die Rechtsanwältin der Gemeinden Nordkirchen und Ascheberg habe der BBV zuvor eine Frist zur verbindlichen Erklärung über den Fortgang der Errichtung eines Glasfasernetzes gesetzt. Bergmann: „Diese Frist war nun abgelaufen.“ Wie der Bürgermeister mitteilte, habe sich dieses enttäuschende Ergebnis seit einigen Monaten andeutete.

Suche nach Alternative läuft auf Hochtouren

Bergmann machte dennoch Hoffnung auf schnelles in Internet in Nordkirchen und Ascheberg: „Mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung für den Kreis Coesfeld haben wir mit verschiedenen Interessenten über eine Fortsetzung des Glasfasernetzausbaus als Alternative zur BBV geführt.“ Die Verhandlungen mit einem namhaften deutschen Netzbetreiber seien zwar noch nicht abgeschlossen, befänden sich aber auf der Zielgeraden. „Wir sind froh, dass es nun doch eine Möglichkeit für schnelles Internet geben kann und hoffen, dass in einigen Tagen alles unter Dach und Fach ist", so Bergmann.

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Alle Beteiligten würden ein erfolgreiches Ergebnis der sehr komplexen Verhandlungen noch in diesem Herbst erwarten. Bergmann: „Im Falle eines positiven Ergebnisses werden umfassende Informationen der Bürgerschaft und insbesondere der Glasfaserkunden über den Fortgang des Glasfaserprojekts vorbereitet.“

Fehlende Zulassung stellt sich BBV in den Weg

Ursprünglich sollte die BBV für den Glasfaser-Ausbau sorgen. Doch seit Monaten wartete die BBV Münsterland auf die Finanzierung durch einen Investor. Das Problem: Die Tochter der niederländischen Rabobank hat laut BBV-Deutschland-Geschäftsführer Manfred Maschek noch keine Zulassung für Deutschland. Seitdem ruhten die Ausbauarbeiten.

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