Breitbandstrategie im Kreis Coesfeld

Bürgermeisterkonferenz

KREIS COESFELD Breitbandversorgung im Kreis Coesfeld: Dieses Thema stand am Montag ganz oben auf der Tagesordnung der Bürgermeisterkonferenz. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte und Gemeinden berieten in Senden gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH (wfc) und dem Kreis über die nächsten Schritte zur Verbesserung der Breitbandversorgung im Kreisgebiet.

02.03.2010, 14:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ebenso wurde die derzeitige DSL-Versorgung im Kreisgebiet ermittelt. „So können wir feststellen, wo der größte Handlungsdruck gegeben ist“, ergänzte Simone Thiesing, Mitarbeiterin im Büro des Landrats. Diese Vorarbeiten würden außerdem von der EU gefordert, da kommunales Handeln zur Verbesserung der Breitbandversorgung nur dort zulässig sei, wo eine besonders schlechte Versorgungslage nachgewiesen wird - und nicht bereits mehrere Telekommunikationsanbieter vorhanden sind. Dr. Helmut Giger von der Seim & Giger Beratungsgesellschaft mbH präsentierte erste Erhebungsergebnisse. „Auch wenn zur Zeit noch die letzten Daten bei uns eingehen, ist doch bereits erkennbar, dass im Kreis Coesfeld ausreichende regionale Glasfaserinfrastrukturen zwischen den Orten vorhanden sind; der Datenverkehr kann aus den Gemeinden also gut abgeführt werden“, fasste Dr. Giger zusammen. Engpässe gebe es jedoch in der Erschließung einzelner Ortsteile oder Gewerbegebiete.  Nun gelte es, die Infrastrukturerhebung vollständig abzuschließen und rechtlich bewerten zu lassen, hielten die Beteiligten fest. Ein möglicher Breitbandausbau müsse dann an die jeweiligen örtlichen Verhältnisse angepasst werden. „Dies liegt naturgemäß in der Zuständigkeit der Städte und Gemeinden; die Kommunen müssen also entscheiden, ob, wie und wo die Breitbandversorgung konkret verbessert werden soll“, hielt Richard Borgmann, Sprecher der Bürgermeister im Kreis Coesfeld, fest.

  Hierin waren sich alle Teilnehmer der Bürgermeisterkonferenz einig. „Die wfc und der Kreis Coesfeld werden die örtlichen Aktivitäten dabei eng begleiten und die Kommunen bei der Entwicklung individueller Lösungsmodelle fachlich unterstützen“, versicherten Dr. Grüner und Simone Thiesing. Weiterhin ist vorgesehen, dass die wfc und der Kreis einen Leitfaden für ein modellhaftes Vorgehen erarbeiten, der dann allen Kommunen zur Verfügung stehen wird.

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