Bürgermeister Bergmann blickt auf das Jahr zurück

Interview

Nordkirchens Bürgermeister Dietmar Bergmann blickt auf die Höhen und Tiefen des Jahres 2016 in Nordkirchen zurück und äußert seine Wünsche für das kommende Jahr. Außerdem verrät er in unserem Interview, was er vom Böllern an Silvester hält.

NORDKIRCHEN

, 31.12.2016 / Lesedauer: 3 min
Bürgermeister Bergmann blickt auf das Jahr zurück

Nordkirchens Bürgermeister Bergmann blickt auf das Jahr 2016 zurück.

Herr Bergmann, kurz vor Silvester die Frage, die nahe liegt: Böllern Sie?

Ja. Ich kaufe mir jedes Jahr ein Paket für 9,99 Euro. Das reicht mir. Aber ein paar Raketen schieße ich jedes Jahr ab.

Was waren denn die drei Kracher in Nordkirchen in diesem Jahr für Sie?

In Nordkirchen haben wir die Schloßstraßensanierung abgeschlossen mit dem Schloßstraßenfest. Das war für uns ein Kracher, weil sich die Vereine dort präsentiert haben. In Südkirchen haben wir innerhalb kürzester Zeit das Wohnbaugebiet veräußert. Wir dachten erst, das dauert drei, vier Jahre. Dabei hat es nur ein Jahr gedauert. Und in Capelle waren es die Entwicklung des Dorfparkes und damit verbunden auch die Aktion des Dorfvereins, den Dorfpark zu verschönern. Das war wirklich schön, dass so viele Leute daran mitgearbeitet haben.

Gab es denn auch Tiefschläge in diesem Jahr?

Richtige Tiefschläge hatten wir bis jetzt nicht. Alle Projekte, die wir angestoßen haben, sind noch in der Pipeline. In Nordkirchen wären wir mit der Erweiterung des Baugebiets Rosenstraße sicher gerne weiter, aber das ist kein richtiger Tiefschlag. Wir gehen davon aus, dass sich das um ein paar Monate verzögert hat und es einfach nicht ganz optimal verlaufen ist.

Was wünschen Sie sich für 2017?

Als ich hier 2009 angefangen habe, waren wir finanziell in schwierigem Fahrwasser und sind in den vergangenen Jahren immer Stück für Stück in deutlich ruhigeres Fahrwasser gekommen. Allein in Bezug auf die Kassenkredite Ende 2015 und jetzt 2016 haben wir 2,5 Millionen Euro zurückzahlen können. Wir hatten für 2015 einen Jahresabschluss von minus 900.000 Euro geplant und sind jetzt bei minus 70.000 Euro gelandet. Minus ist immer noch minus, aber es zeigt, dass wir schon wirtschaftlich und sparsam handeln und der Knaller in diesem Punkt ist, dass wir nach aktuellem Planungsstand in diesem Jahr mindestens ein Plus von 1,3 Millionen Euro im Haushalt erzielen können. Wir investieren trotzdem, zum Beispiel in den Capeller Dorfkern oder den neuen Gehweg mit Querungshilfe am K+K-Markt. Aber trotz Investitionen sind wir finanziell in ruhigerem Fahrwasser.

Lesen Sie jetzt