Bürgermeister: Brauchen Wohnraum für Flüchtlinge

Im Kreis Coesfeld

Viele Flüchtlinge haben im Kreis Coesfeld in verschiedenen Notunterkünften ein Dach über dem Kopf erhalten. Doch die Bürgermeister des Kreises beschäftigten sich nun bei ihrer Konferenz auch mit einem Thema der Zukunft: 2000 bis 4000 Wohnungen werden benötigt.

NORDKIRCHEN

, 09.03.2016, 20:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister: Brauchen Wohnraum für Flüchtlinge

Die Bürgermeister des Kreises tagten in Olfen.

„Wir können davon ausgehen, dass viele der Flüchtlinge bei uns im Kreis Coesfeld bleiben werden. Sie müssen dann vernünftig untergebracht werden“, so Richard Borgmann, Sprecher der Bürgermeister im Kreis Coesfeld, in einem Pressegespräch.

Was fehlt, so Borgmann weiter, sei Wohnraum in den Städten des Kreises. Bei der Sitzung im Olfener Bürgerhaus am Montag, 7. März, habe man sich damit beschäftigt, wie Wohnraum geschaffen werden könne. Borgmann: „Man geht davon aus, dass wir in Zukunft im Kreis Coesfeld 2000 bis 4000 Wohnungen benötigen.“ Die Bürgermeister, so Borgmann, seien sich einig, größere Wohnblöcke für anerkannte Flüchtlinge zu vermeiden.

Man will keine Ghettos schaffen

Zu der Sitzung habe man eingeladen, um erste Ideen für künftigen Wohnraum zu erhalten, so Josef Schramm von der Wohnbau-Gesellschaft Westmünsterland. An der Sitzung nahm zudem Architekt Heinz Farwick teil. Borgmann: „Die Referenten haben uns zum Beispiel Möglichkeiten wie Reihenhäuser oder zweigeschossige Mehrfamilienhäuser vorgestellt."

Borgmann betonte, man wolle im Kreis Coesfeld keine Ghettos schaffen, sondern setze weiterhin auf eine dezentrale Unterbringung. „Wohnungen sollten in einem Bezug zu den Innenstädten geschaffen werden“, so der Bürgermeister aus Lüdinghausen. Und so werde man auch an die Bezirksregierung herantreten, damit Siedlungsräume für solche Wohnungen geschaffen werden können.

Borgmann betonte, jede Kommune müsse für sich entscheiden, wie man Wohnraum schaffen wolle. Neben der Wohnbau Westmünsterland gebe es sicherlich noch weitere mögliche Partner. Kommunen könnten die Schaffung des Wohnraums auch selbst in die Hand nehmen. Borgmann: „Wichtig ist, dass wir uns rechtzeitig mit diesem Thema befassen.“

Wohnungen noch in diesem Jahr schaffen

Wilhelm Sendermann, Bürgermeister in Olfen und Gastgeber der Sitzung, erklärte, wenn man die Schätzungen auf Olfen herunterbreche, würde dies rund 100 Wohnungen für die Steverstadt bedeuten. Viele Fragen seien noch offen. So müsse man über Mietbegrenzungen reden, die dann auch Auswirkungen für eine mögliche Förderung hätten.

Wilhelm Sendermann: „In Olfen steht uns im Baugebiet Ächterheide eine Fläche von rund 7000 Quadratmetern für Mietwohnungsbau zur Verfügung.“ Er könne sich vorstellen, dass ein Teil der zu schaffenden Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge zur Verfügung stehe. Er denke so an zehn Wohnungen. Absicht sei, in diesem Jahr diese Wohnungen zu schaffen. Man müsse überlegen, ob die Stadt es selbst mache oder sich einen Partner suche. 

Jetzt lesen

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt