Cabrio zieht Kanone der Bürgerschützen Nordkirchen

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Die Kanoniere der Bürgerschützen Nordkirchen besitzen ein ganz besonderes Schätzchen: ein 60 Jahre altes Cabrio. Damit ziehen sie bei Festumzügen die Kanone. Ein Highlight ist das eigene Schützenfest in Nordkirchen - die Kanoniere reisen mit ihrem Oldtimer aber auch in andere Städte.

NORDKIRCHEN

, 19.07.2017, 18:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Cabrio zieht Kanone der Bürgerschützen Nordkirchen

Das 60 Jahre alte Cabrio ist seit 20 Jahren für die Kantoniere in Nordkirchen im Einsatz.

Es ist am 1. Juli 60 Jahre alt geworden, hat kurz vor seinem Ehrentag noch einen neuen Zylinderkopf bekommen, setzt an einigen Stellen etwas Rost an. Die Rede ist von dem Fahrzeug der Kanoniere der Bürgerschützen Nordkirchen.

„Vor 20 Jahren haben wir das Cabrio mit acht Sitzen erhalten, so Leutnant Harald Kühn. Das Fahrzeug stammt aus den NVA-Beständen, war als Militärfahrzeug für die Sowjetunion im Einsatz. „Mit dem Fahrzeug ziehen wir unsere Böllerkanone Veronika“, erzählt Spieß Klaus Schimmelmann.

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So sieht der Oldtimer der Kantoniere Nordkirchen aus

Mit ihrem 60 Jahre alten Cabrio sind die Kantoniere in Nordkirchen unterwegs. Neben dem eigenen Schützenfest, besuchen sie mit ihrem Oldtimer auch Feste in anderen Städten.
19.07.2017
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Der Fahrersitz des alten Cabrios.© Foto: Theo Wolters
Harald Kühn (l.) und Klaus Schimmelmann mit ihren Pappkameraden.© Foto: Theo Wolters
Der Kraftfahrzeugschein des Oldtimers.© Foto: Theo Wolters
An dieser Stelle kann das Fahrzeug angehängt werden.© Foto: Theo Wolters
Die Anhängerkupplung des Oldtimers.© Foto: Theo Wolters
Die Scheinwerfer des 60 Jahre alten Cabrios.© Foto: Theo Wolters
Das Armaturenbrett des Wagens.© Foto: Theo Wolters
Ein alter Feuerlöscher ist ebenfalls in dem Cabrio.© Foto: Theo Wolters
Das Lenkradschloss des 60 Jahre alten Autos.© Foto: Theo Wolters
Das Namensschild des Autos.© Foto: Theo Wolters
Hier ist der Original Kilometerstand zu sehen.© Foto: Theo Wolters
Blick ins Führerhaus.© Foto: Theo Wolters
Das Auto besitzt eine mobile Klimaanlage.© Foto: Theo Wolters
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Highlight ist das eigene Schützenfest

Und vor 20 Jahren habe der damalige Unimog als Zugfahrzeug nicht mehr zur Verfügung gestanden. Ein neues Fahrzeug musste her. Harald Kühn wurde bei einem Oldtimerhändler in Ahlen fündig. „Seitdem pflegen wir unser Schätzchen“, so Harald Kühn.

Das Hauptereignis ist natürlich für die Kanoniere, sechs Aktive gibt es zurzeit, immer das eigene Schützenfest in Nordkirchen. Allerdings sind die Kanoniere mit ihrem Fahrzeug und der Veronika auch bei anderen Festen zu Besuch Kühn: „So fahren wir auch immer zu einem Schützenfest in Höpfingen in Baden-Würtemberg.“ Auch beim Fest in Ermen sind die Kanoniere mit ihrer Veronika und dem Oldtimer immer ein Blickfang.

Mit dem Fahrzeug wird bei den Festumzügen die Kanone gezogen. Aber der Oldtimer ist auch in den Tagen vor und nach dem Schützenfest im Einsatz. Schimmelmann: „Wir bringen die Ankündigungsplakaten zu verscheidenen Gaststätten, holen sie nach dem Fest auch wieder ab.“ Klar, dass dann auch das eine oder andere Bier getrunken wird. Harald Kühn: „Ich aber nicht, ich muss ja fahren.“

Oldtimer braucht viel Pflege

Das Fahrzeug wird von den Kanonieren das ganze Jahr über gepflegt. Wie Harald Kühn erzählt, gebe es immer etwas zu tun. Und vor dem 60. Geburtstag habe man ihm halt noch eine Zylinderkopfdichtung spendiert. „Diese Technik hat man halt noch mit Hammer und Meißel im Griff“, so der Kraftfahrzeugmeister.

Um so ein altes Schätzchen müsse man sich halt immer kümmern. Es brauche eine besondere Pflege. Der Oldtimer ist recht durstig, sowie manche Schützen auch. 15 bis 20 Liter Super braucht er auf 100 Kilometer. Harald Kühn: „Knapp 90 Stundenkilometer kann er fahren, doch dann ist das Fahren und Sitzen nicht mehr so gemütlich.“

Zu seinem Geburtstag hat der Oldtimer auch noch eine Wäsche von innen und außen erhalten. Natürlich durch Handarbeit. Im Einsatz ist er nun zur Eröffnung des Festes am 4. August beim Fahnenausmarsch. Und dann wird er wieder glänzend die Veronika ziehen.

Das Programm des Schützenfestes

4. August: 18.30 Uhr Antreten auf der Bohlenstraße zum Fahnenausmarsch Richtung Datscha.
11. August: 18.30 Uhr Antreten auf der Schloßstraße, Marsch durch das Dorf zum Festzelt auf dem Schulhof der JCS-Schule am Gorbach. 20 Uhr Königsball mit DJ Rainer Bitter.
12. August: 6 Uhr Wecken,9 Uhr Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Mauritius (musikalisch gestaltet vom Sögeler Blasorchester), 10 Uhr Antreten an der Schloßstraße, 10.15 Uhr Gefallenenehrung, 10.30 Uhr Festumzug durch das Dorf zur Vogelstange, 11.45 Uhr Ankunft Datscha/Ordensverleihung, ca 15 Uhr Königsproklamation, ca. 16 Uhr Rückmarsch ins Dorf mit Parade und Fahnenschlag, 20 Uhr Festball im Festzelt auf dem Schulhof der JCS-Schule am Gorbach. 20.15 Uhr Einzug des neuen Königs mit Hofstaat, Musik von der Showband „Nightflames“.
13. August: 10 Uhr Antreten auf der Schloßstraße, 10.30 Uhr Frühschoppen mit Begrüßung, Ehrungen und diverse Showeinlagen.

 

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