Capeller Bürger sollen Projektpaten werden

Dorfentwicklungskonzept

Eine Frage wird in Capelle zurzeit häufiger gestellt als sonst: „Wie soll unser Dorf in zehn Jahren aussehen?“ Die Frage liegt dem Dorfentwicklungskonzept zugrunde. Das Interesse der Bürger ist da, jetzt gibt es eine Möglichkeit, aktiv zu werden: als Projektpate.

CAPELLE

, 27.07.2016, 05:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Kirche St. Dionysius bildet den Ortskern von Capelle. Zum Bildrand nach unten anschließend erstreckt sich der Dorfpark, der in den kommenden Monaten umgestaltet werden soll.

Die Kirche St. Dionysius bildet den Ortskern von Capelle. Zum Bildrand nach unten anschließend erstreckt sich der Dorfpark, der in den kommenden Monaten umgestaltet werden soll.

Das Konzept haben die Capeller Bürger, die Gemeinde Nordkirchen und das in Münster sitzende Planungsbüro Planinvent zurzeit gemeinsam erarbeiten. Viele Wünsche und Ideen sind bei den Workshops zum Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) zusammengekommen. 

Jetzt soll der nächste Schritt folgen: Wie könnten sich die Wünsche umsetzen lassen? Sind sie überhaupt umsetzbar und was wäre dafür nötig? Mit diesen und anderen Fragen sollen sich die Projektpaten befassen, nach denen die Gemeinde Nordkirchen und Planinvent zurzeit suchen.

Paten sollen Projekte ohne Verpflichtungen begleiten

Projektpaten können entweder einzelne Bürger, Gruppen oder auch Vereine sein. Die Liste besteht im Moment aus 27 Projektideen für Capelle, davon haben zehn bereits einen oder mehrere Paten. Diese vielen Ideen sollen durch die Paten nicht verloren gehen.

Ganz wichtig: Die Projektpaten sollen sich um ein Projekt kümmern, gehen aber keine Verpflichtung ein, wie Bauamtsleiter Josef Klaas am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion sagte. Die Paten sollen die Projekte vor Ort begleiten, zum Beispiel grundlegende Informationen sammeln, mögliche Arbeitsschritte erarbeiten, mögliche Partner für ein Projekt ansprechen oder Projektkosten recherchieren.

Planung ist ein langfristiger Prozess

„Wichtig dabei ist, dass das Engagement im Dorf bleibt“, erklärte Frank Bröckling, Geschäftsführer von Planinvent, am Dienstag. Das Ziel solle sein, dass sich aus der Projektarbeit ein dauerhafter und langfristiger Prozess entwickle, bei dem die Fäden nicht im Planungsbüro oder der Gemeindeverwaltung, sondern im Dorf selbst zusammenlaufen, so Bröckling weiter.

Dementsprechend gibt es auch keine Fristen, innerhalb derer Ergebnisse geliefert werden müssen. Ergebnisse könnten auch sein, dass manche Projekte eben nicht umsetzbar seien, sagte Josef Klaas. Paten können dabei helfen, ein Projekt ins Rollen zu bringen und es dann wieder abzugeben oder sie begleiten es weiter.

Ideen kommen aus verschiedenen Bereichen

Die Projektideen selbst kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Viele gehören zu Kultur und Freizeit, zum Beispiel das Backhaus, das sich eine Bürgerin für den Dorfkern gewünscht hatte, um dort Brot zu backen und anschließend zu verkaufen, erinnerte sich Klaas. Andere Ideen befassen sich mit der Mobilität im Dorf, wie einer Station für Mietfahrräder am Bahnhof.

Bisher ist Frank Bröckling mit dem Engagement der Bürger zufrieden: "Das Engagement in Capelle ist bislang gut und wächst vielleicht nach den Schulferien noch weiter an, wenn die Projekte konkreter werden."

Kontakt für Projektpaten
Wer sich als Projektpate melden will, kann sich bei Ansprechpartner Josef Klaas melden, unter Tel. (02596) 91 71 48 oder per E-Mail an josef.klaas@nordkirchen.de.

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