Corona-Krise: Enge in den Straßen könnte zum Problem werden

Corona-Krise

Die Corona-Krise hat die Wirtschaft in weiten Teilen lahm gelegt. Die Folgen könnten in einem Bereich zu einem Problem werden, den man so nicht auf dem Schirm hat.

Olfen, Nordkirchen

, 04.04.2020, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld bitten, Straßen für Müllfahrzeuge freizuhalten.

Die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld bitten, Straßen für Müllfahrzeuge freizuhalten. © Wirtschaftsbetriebe

Weil mehr Menschen wegen der Corona-Krise und geschlossenen Unternehmen jetzt zuhause sind, parken mehr Autos als sonst in den Straßen. Die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld (WBC) bitten nun darum, Straßen und Wege für die Müllfahrzeuge freizuhalten.

Jetzt - wo viele Anwohner zu Hause sind - bereiten die parkenden Autos den Fahrern oft große Probleme, heißt es in einer WBC-Pressemitteilung. „In solchen Situationen entscheidet der Fahrer selbst, ob die Straße für ihn ohne Risiko befahren werden kann. Wenn nicht, würde er die Straße sonst zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal anfahren.“

Mülltonnen könnten ungeleert bleiben

Da jedoch aufgrund der Corona-Krise nicht alle Fahrer zur Verfügung stehen, sei dies derzeit nicht immer möglich. Folge: Die Mülltonnen bleiben in solchen Fällen daher mitunter ungeleert.

Das Bundesumweltministerium (BMU) weist darauf hin, dass sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie mehr Menschen länger als sonst zuhause aufhalten, sodass dort auch mehr Abfall anfällt, teilen die WBC mit. Damit die Restabfalltonnen nicht überquellen, gelte es umso mehr auf Abfallvermeidung und richtige Abfalltrennung zu achten. Wichtige Ausnahmen vom Gebot der Abfalltrennung sollen aus Hygienegründen allerdings für private Haushalte gelten, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von COVID-19 in häuslicher Quarantäne leben.

Zwar seien laut dem BMU bisher keine Fälle bekannt, bei denen sich Personen durch Berührung von kontaminierten Oberflächen mittels Kontaktinfektion angesteckt haben. Dennoch sei dieser Übertragungsweg nicht auszuschließen.

Das rät das Bundesumweltministerium

Zum Schutz von Hausmeistern, Nachbarn und den Mitarbeitern der Entsorgungsunternehmen empfiehlt das BMU in Abstimmung mit den für die Abfallentsorgung zuständigen Ministerien der Länder folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Neben Restmüll werden auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), Altpapier und Biomüll über die Restmülltonne entsorgt.
  • Sämtliche dieser Abfälle werden in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gegeben. Einzelgegenstände wie Taschentücher werden nicht lose in Abfalltonnen geworfen.
  • Abfallsäcke werden durch Verknoten oder Zubinden verschlossen. Spitze und scharfe Gegenstände werden in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt. Müllsäcke werden möglichst sicher verstaut, sodass vermieden werden kann, dass zum Beispiel Tiere Müllsäcke aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen oder dadurch Abfall verteilt wird.
  • Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe werden nicht über den Hausmüll entsorgt, sondern nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt entsorgt.
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