Coworking-Spaces in Nordkirchen: Kostenlose Testphasen angekündigt

rnCoworking-Spaces

Mal woanders arbeiten? Das ist in Coworking-Spaces möglich. Eine kostenlose Testphase gibt es dafür ab jetzt am Digitalcampus Nordkirchen.

von Carina Strauß

Nordkirchen

, 14.08.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Büro oder doch lieber Homeoffice? Vor dieser Frage stehen viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer während der Corona-Pandemie. Aber es gibt noch eine Alternative, die im Kreis Coesfeld an verschiedenen Standorten - auch in Nordkirchen - bis zum Ende des Jahres kostenlos getestet werden kann: Coworking-Spaces. Also Arbeitsplätze, die man an einem zentralen Ort, unabhängig von der eigenen Firma, beziehen kann.

Coworking-Spaces bieten die Vorteile des Homeoffice und beheben die Nachteile

Homeoffice hat die Vorteile, dass sich Pendler Zeit und Nerven sparen. Arbeitgeber können Büroflächen einsparen, wenn ein Teil der Belegschaft im Homeoffice arbeitet und den Suchradius nach passenden Arbeitnehmern erweitern, erklärt Dr. Jürgen Grüner von der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld (wfc) bei einem Pressetermin am Donnerstag (13. August). Aber natürlich profitiere auch die Umwelt, wenn die Pendler eben nicht mehr jeden Tag viele Kilometer fahren und im Stau stehen müssen.

Aber das Homeoffice hat auch Nachteile. „Nicht jeder hat ein eigenes Arbeitszimmer, sondern muss vielleicht in der Küche oder im Wohnzimmer arbeiten. Nicht jeder empfindet das Homeoffice als die ideale Alternative“, so Grüner. Und genau an dieser Stelle setzten die Coworking-Spaces an. „Ich bleibe an meinem Heimatort, gehe aber trotzdem aus dem Haus und zur Arbeit“, erklärt Jürgen Grüner.

Wie funktioniert Coworking?

Man könne sich für einen Coworking-Platz am Digital-Campus an der Aspastraße anmelden, mit seinem eigenen Endgerät vorbeikommen, sich ins W-Lan einloggen und direkt loslegen, erklärt Nordkirchens Wirtschaftsförderer Manuel Lachmann. In Zeiten von Corona natürlich alles mit dem gebotenen Abstand. Auch ein Drucker und ein Stromanschluss stehen zur Verfügung, Getränke gibt es gegen einen kleinen Obolus.

Aber nicht nur professionelle Arbeitsplätze stehen beim Coworking zur Verfügung. „In Coworking-Spaces kann man Gleichgesinnte treffen, ein kreativer Austausch kann stattfinden und ein Netzwerk aufgebaut werden“, so Jürgen Grüner.

Für diejenigen, die das am Digital-Campus Nordkirchen ausprobieren möchten, geht das bis zum Ende des Jahres kostenlos. „Wir wollen es hier etablieren und die Leute müssen es auch mehr als einmal ausprobieren, ob das wirklich ein Modell für sie ist“, so Lachmann zu der Initiative.

Bisher nur vereinzelt genutzt

„Das Coworking war immer schon ein Baustein unseres Konzeptes, allerdings eher so ein Baustein, der am Rande mitlief“, so Lachmann. Das Coworking sei von den Mitgliedern des Vereins des Digitalcampus Nordkirchen genutzt worden, aber nur vereinzelt. „Aber auf Grund der Pandemie haben wir gesagt, das ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um es zu erproben“, erklärt Lachmann den Anstoß zur neuen Initiative.

„Deswegen wollen wir jetzt den Test wagen und die Leute offensiv ansprechen mit einem Angebot, das soweit kostenlos ist.“ Für das kostenlose Angebot von Coworking-Spaces und auch die spätere kostenpflichtige Nutzung ist es übrigens nicht Voraussetzung Mitglied im Verein des Digitalcampus zu sein. Das Angebot steht für alle Bürger offen. Sie müssen sich nur vorab einmal über ein Formular auf der Homepage des Digitalcampus für das Coworking anmelden.

Coworking in Nordkirchen, Ascheberg und zweimal in Coesfeld

Doch nicht nur in Nordkirchen können kostenlos Coworking-Spaces getestet werden. Bei flamschen² coworking in Coesfeld kann eine Woche lang kostenlos getestet werden, genauso wie in Ascheberg beim INCA Technologiezentrum. Beim Coesfelder CoWorking Space COCOWO werden erst ab Anfang Februar Coworking-Plätze zur Verfügung stehen, allerdings können sich Interessierte bereits jetzt dort anmelden.

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