Darum steht die Nordkirchener Kirche 2019 ganz besonders im Blickpunkt

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Die katholische Kirchengemeinde kann in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum feiern. Vor 300 Jahren fand die erste Messe in der Kirche statt. Die Vorbereitungen für die Feier sind angelaufen.

Nordkirchen

, 13.02.2019, 16:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fit und vital ist die „Altersjubilarin“ mitten im Ort. „Sie ist baulich durchsaniert und auch von innen renoviert. Auch die Technik ist in Ordnung“, sagt Pfarrer Gregor Wolters. Aber in einem Punkt ist sie nicht in Hochform. Nach dem Abschied von Tobias Leschke ist die Stelle des Kirchenmusikers noch nicht wieder besetzt.

„Wir haben uns entschieden, die Stelle wieder hochrangig zu besetzen“, sagt Gregor Wolters. Die Gemeinde habe einen hohen Anspruch. Deshalb hat sie auch eine zweite Bewerbungsrunde gestartet. Auf die erste Stellenausschreibung hatte es zwar einige Bewerbungen gegeben, doch wirklich überzeugen konnten die Musiker die Gemeinde nicht.

„Wir haben uns gegen die Kandidaten entschieden.“ Deshalb habe die katholische Kirchengemeinde das Verfahren neu aufgerollt. Verbunden mit der Hoffnung, möglichst bis zum Sommer die Stelle besetzt zu haben. Früh genug für den Leschke-Nachfolger, um das Kirchenjubiläum mitzugestalten.

Es steht noch kein genaues Datum fest

Da trotz intensiver Recherchen die Gemeinde nicht das genaue Datum der Einweihung der Kirche in Erfahrung bringen konnte, feiert sie das Jubiläum am Patronatstag. Der fällt in diesem Jahr auf den 22. September. Pfarrer Gregor Wolters hofft, bei dem für diesen Tag geplanten Festgottesdienst auch den Bischof begrüßen zu können. Welche weiteren Veranstaltungen es zum besonderen Jubiläum geben wird, kann Gregor Wolters noch nicht sagen.

Darum steht die Nordkirchener Kirche 2019 ganz besonders im Blickpunkt

© Kirchengemeinde

„Wir sind in den Planungen.“ Vorstellen kann sich Pfarrer Wolters einen Empfang, einen geschichtlichen Festvortrag und ein Pfarrfest. Er kündigt im Gespräch mit unserer Redaktion an, dass sich die Kirchengremien in den nächsten Wochen weiter mit dem Jubiläum beschäftigt und Beschlüsse fassen. Dass sich zum Jubiläum ein Rückblick auf jeden Fall lohnen würde, zeigt ein kurzer Blick auf die Entstehungsgeschichte der Kirche.

Dabei wird deutlich, wie eng das Schloss Nordkirchen und die Kirche miteinander verknüpft sind. Einige Jahre vor dem Baubeginn wurde Ferdinand von Plettenberg, Herr auf Schloss Nordkirchen, sehr krank. Und wie seinerzeit nicht unüblich, gelobte er, dass er bei einer Genesung innerhalb von vier Jahren eine neue Kirche errichten würde. Nach seiner Genesung begannen schnell die Bauarbeiten.

Viele Veränderungen

Der westfälische Barockbaumeister Gottfried Laurenz Pictorius war dabei für die eigentliche Kirche zuständig, sein Bruder Peter für den Turm. Im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte hat sich die Kirche innen wie außen stark verändert. Die ursprüngliche Ausstattung mit barocken Altären und Chorgestühl ist nicht mehr vorhanden.

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