Das ist der neue Chef der Nordkirchener Feuerwehr

Marc Lohoff

Von null auf 100 geht es für Marc Lohoff bei der Freiwilligen Feuerwehr Nordkirchen. Bislang hatte das Mitglied des Löschzuges Südkirchen kein offizielles Amt inne, jetzt ist er Leiter der Feuerwehr. Wie es dazu kam und wie er die aktuelle Situation bei der Wehr einschätzt, hat er uns erzählt.

NORDKIRCHEN

, 11.11.2016 / Lesedauer: 3 min
Das ist der neue Chef der Nordkirchener Feuerwehr

Marc Lohoff ist neuer Leiter der Feuerwehr Nordkirchen.

Wie verlief der Sirenentest am vergangenen Wochenende? Aus Nordkirchen und Capelle hat Marc Lohoff nichts Negatives gehört. In Südkirchen sprang die digital aufgerüstete Sirene zwar an. Allerdings heulte sie viel kürzer als vorgesehen. „Da muss noch mal ein Techniker ran“, sagt Lohoff auf unsere Anfrage.

 

Wie sieht es personell bei den drei Löschzügen in der Gemeinde aus? Sie haben insgesamt rund 100 Aktive, dabei gibt es keine großen Unterschiede zwischen den Löschzügen. Nach Aussage von Marc Lohoff gibt es in Südkirchen jedoch einen „Glücksfall“: Hier wohnen einige Berufsfeuerwehrleute, die sich zudem in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren. Und auch um die Zukunft der Wehr muss sich die Gemeinde wohl mittelfristig keine Sorgen machen, in der Jugendfeuerwehr engagieren sich etliche Mädchen und Jungen.

Was sagt Marc Lohoff jungen Menschen, die sich für die Arbeit in der Feuerwehr interessieren? „Es ist ein gutes Gefühl, sich ehrenamtlich zu engagieren. Und es ist schön, anderen Menschen helfen zu können. Dazu kommt, dass der Zusammenhalt in der Feuerwehr außergewöhnlich ist.“ Allerdings sei es auch so, dass man auch für die Arbeit bei der Feuerwehr „geschaffen sein muss“.

Und wie sieht es mit der technischen Ausstattung aus, fehlt etwas? Marc Lohoff hat heute erst ein erstes Gespräch als Leiter der Feuerwehr mit Bürgermeister Dietmar Bergmann, am Mittwoch (16. November) folgt die erste Zugführersitzung. Allerdings hat sich Lohoff einen ersten Überblick verschafft. „Die Feuerwehr in der Gemeinde ist den örtlichen Verhältnissen angemessen ausgestattet.“ Gerade abgeschlossen ist die Ausschreibung für ein neues Löschfahrzeug für den Löschzug Nordkirchen. „Der neue Wagen ersetzt ein altes Fahrzeug.“

Aus größeren Städten gibt es in jüngster Zeit vermehrt Situationen, dass Rettungskräfte bedrängt werden, wie sieht es in der Region aus? Persönlich hat Marc Lohoff noch keine negativen Erfahrungen machen müssen. Gehört hat er aber von einem Unfall aus dem Kreis, bei dem Bekannte eines Unfallopfers massiv den Rettungskräften sagen wollten, wie sie zu arbeiten haben. Angelaufen sei zudem eine Diskussion, Rettungskräfte mit stichsicheren Westen auszustatten.

Wenn er einen Wunsch frei hätte, was würde sich Marc Lohoff wünschen? „Dass nach jedem Einsatz alle Kräfte heil und gesund zu Hause ankommen.“ 

Das ist Marc Lohoff
- Geboren wurde Marc Lohoff am 2. September 1976 in Lüdinghausen. Er wohnt in Südkirchen.
- Nach der Ausbildung zum Maurer hat Lohoff die Meisterprüfung absolviert. Danach hat er auf dem zweiten Bildungsweg eine Ausbildung zum Bau-Ingenieur gemacht.
- Eine zweijährige Zusatzausbildung zum Brandschutz-Ingenieur schloss sich nach zwei Berufsjahren als Ingenieur an.
- Als Glücksfall bezeichnet Lohoff, dass er mit Markus Heitkamp einen sehr erfahrenen Stellvertreter hat.

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