Das ist der Schulplaner für Nordkirchener Schüler

Fragen und Antworten

Es sieht auf den ersten Blick aus, wie ein gewöhnliches Schulheft. Doch das Logo des Grundschulverbands Nordkirchen auf der Titelseite lässt erahnen, dass es sich bei dem Heft um etwas Besonderes handelt: um einen Schulplaner. Aber was ist das eigentlich genau? Wir beantworten diese und weitere Fragen.

NORDKIRCHEN

, 03.10.2017, 07:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das ist der Schulplaner für Nordkirchener Schüler

Über die Realisierung des Schulplaners freuen sich Schulleiterin Nicole Zombik (v.l.), Karsten Rethmeier (Volksbank), Michael Gährken (Förderverein Grundschule Südkirchen) und Daniela Kuropka (Förderverein Capelle) und die Schülerinnen.

Das Heft mit dem transparenten Umschlag, das die Kinder an den Grundschulen in Südkirchen und Capelle zum Schuljahresbeginn bekommen haben, ist ein Schulplaner – sozusagen ein Logbuch für das Schuljahr. Wir erklären die wichtigsten Fragen zu dem Projekt.

 

Was ist denn eigentlich ein Schulplaner?

Der Schulplaner gilt für das gesamte Schuljahr, für alle 43 Schulwochen. Ausgegeben wurde er in allen Klassen der Grundschulen in Südkirchen und Capelle, vom ersten bis zum vierten Schuljahr. Der Planer bietet sowohl Information, in ihn müssen die Jungen und Mädchen aber auch selbstständig etwas eintragen: Ihre persönlichen Daten zum Beispiel, ihren Stundenplan, ihre Benutzerdaten für das Leseförderprogramm Antolin und ihre Hausaufgaben – hier kommen die Eltern ins Spiel – sie müssen jeden Freitag abzeichnen, dass sie die Hausaufgabe gesehen haben.

In welcher Form gibt es darüber hinaus Informationen?

In dem Schulplaner finden sich verschiedene Formulare: Hinweise, was gegenüber der Schule zu tun ist, wenn das Kind krank ist, ein Formular zur Entschuldigung oder eine Entschuldigung für den Schulsport. Außerdem abgedruckt sind die Schulregeln, eine Elternvereinbarung, eine Anmeldung zur Übermittagsbetreuung, Informationen zur Schule, wie zum Förderverein. Es gibt ein Formular zur Beurlaubung, aber auch für einfache Dinge, wie zum Beispiel zur Kakao-Bestellung. Mit dem Heft könne auch die Post zu den Eltern transportiert werden, sagt Schulleiterin Nicole Zombik.

 

Wie ist man denn darauf gekommen, einen Schulplaner einzuführen?

Das erklärt auch Schulleiterin Nicole Zombik. Sie sagt, dass es innerhalb eines Schuljahres viel Information für Eltern geben würde. Einige Informationen würden Rückmeldungen erfordern, sei es durch Unterschriften oder durch Anmeldungen. Diese Rückmeldungen habe man versucht, zu verbessern. „Wir haben sie zu einem Paket komprimiert“, sagt Nicole Zombik. Durch den Schulplaner habe die Kommunikation sich intensiviert. „Wir haben die Eltern mit im Boot, aber auch in der Pflicht“, so die Schulleiterin.

Welche Vorteile hat der Planer noch?

Die Kinder lernen übersichtliches und systematisches Arbeiten – und das gleich von Beginn ihrer Schulzeit als i-Männchen an. Durch den Schulplaner werde der Schulalltag organisiert. „Dazu hat es schon super Rückmeldungen gegeben“, sagt Nicole Zombik.

 

Warum gibt es den Schulplaner an den Grundschulen in Südkirchen und Capelle, nicht aber an der Mauritiusschule in Nordkirchen?

Dazu erklärt Nicole Zombik, dass der Schulplaner ein Projekt des Grundschulverbandes Nordkirchen, unter dem die Grundschulen in Südkirchen und Capelle geführt werden, gewesen sei. Der Planer sei von dem Kollegium erarbeitet worden, an beiden Schulen sehe das Heft gleich aus. An der Mauritiusschule kenne man das Projekt, so Nicole Zombik. Sie wolle das Gespräch suchen, um aus der nächsten Auflage vielleicht eine gemeinsame zu machen.

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Wie wird ein Schulplaner überhaupt finanziert?

Mit Hilfe von Sponsoren. Dazu gelte der Dank der Volksbank Südkirchen-Capelle-Nordkirchen. 1000 Euro hat die Volksbank zu den Kosten von 1.500 Euro beigetragen. Jeweils 250 Euro wurden von den Fördervereinen der Grundschulen in Südkirchen und Capelle gespendet. Für die Schüler und deren Eltern ist der Planer also umsonst. Gedruckt wurde eine Auflage von 200 Heften. Man wolle auch künftig versuchen, das Portemonnaie der Eltern nicht zu belasten und ebenso bei weiteren Auflagen Sponsoren zur Finanzierung finden, erklärt die Schulleiterin.

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