Das passiert im Neubaugebiet Rosenstraße-West

Fragen und Antworten

Im Neubaugebiet Rosenstraße-West geht es weiter: Voraussichtlich Ende März sollen die Erschließungsarbeiten für den zweiten Bauabschnitt starten. Welche die nächsten Schritte sind und wann Grundstücksinteressenten mit Post von der Gemeinde rechnen können: Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

NORDKIRCHEN

, 10.02.2017, 06:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das passiert im Neubaugebiet Rosenstraße-West

So sieht das Neubaugebiet Rosenstraße-West von oben aus.

Voraussichtlich Ende März sollen die Erschließungsarbeiten für den zweiten Bauabschnitt des Neubaugebiets Rosenstraße-West beginnen. Das bestätigte Josef Klaas, Bauamtsleiter der Gemeinde Nordkirchen. Welche die nächsten Schritte bis dahin sind und wann Grundstücksinteressenten mit Post von der Gemeinde rechnen können und weitere Fragen und Antworten im Überblick.

 

Die Erschließung war viel früher vorgesehen, zuletzt war Oktober 2016 angepeilt. Warum die Verzögerung bis Ende März?

Die Fläche, die direkt an den ersten Bauabschnitt grenzt, gegenüber der Mühle Rat, gehört nicht ausschließlich der Gemeinde Nordkirchen. Im sogenannten Umlegungsverfahren, an dem auch private Eigentümer beteiligt waren, konnte lange Zeit keine Einigung erreicht werden.

So wurde gegen den Umlegungsplan am 27. September 2016 „ein Antrag auf gerichtliche Entscheidung gestellt“, wie aus dem aktuellen Amtsblatt der Gemeinde Nordkirchen hervorgeht. Der Umlegungsprozess hat sich also durch Einsprüche verzögert.

 

Ist es jetzt gelungen, eine Einigung zu erzielen?

Jein, nicht mit allen Parteien. Das hat zur Folge, dass laut Josef Klaas ein Grundstück aus dem Umlegungsplan herausgenommen wurde – um für den Rest des Gebietes eine Umlegung zu ermöglichen, wie der Bauamtsleiter hinzufügt.

Von den rund 50 Grundstücken für Ein- und Mehrfamilienhäuser fällt also voraussichtlich eins aus der Vermarktung heraus. „Wir sind selbstverständlich bereit, weiter mit den entsprechenden Eigentümern zu verhandeln“, sagt Josef Klaas. Eine Erschließung des betreffenden Grundstücks im Nachhinein sei ohne Absprache mit der Gemeinde nicht möglich.

 

Warum dauert es jetzt noch so lange bis zur Erschließung?

Innerhalb einer Frist von sechs Wochen nach der Bekanntmachung kann gemäß §217 Absatz 2 Satz 2 des Baugesetzbuchs „Antrag auf gerichtliche Entscheidung gestellt werden“, heißt es im Amtsblatt. Wenn diese Frist abgelaufen ist und niemand Einspruch eingelegt hat, kann die Erschließung beginnen.

Das wäre also frühestens am 23. März. Die Erschließung ist bereits im Haushaltsentwurf, der Ende Januar in den Rat der Gemeinde eingebracht wurde, enthalten. Die Kosten sind mit rund einer Million Euro angesetzt, wie Kämmerer Bernd Tönning damals im Gespräch mit dieser Redaktion erklärte.

Die Gemeinde bereitet die Erschließung jetzt aber schon vor: Der Auftrag soll ausgeschrieben werden, sobald die Gemeinde im Grundbuch als Eigentümerin eingetragen ist, kündigt Josef Klaas an.

 

Wann können Grundstücksinteressenten mit Post von der Gemeinde rechnen?

Frühestens nach der Ratssitzung am 16. März, wenn über die Grundstücksvergabe entschieden wurde. Eine Ratsvorlage sei bereits erarbeitet worden, sagt der Bauamtsleiter. Wenn der Rat zustimmt, sollen die Anschreiben an die Interessenten herausgehen.

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