Das sind die neuen Mitarbeiter im Rathaus

Gemeinde Nordkirchen

Sie sind die beiden Neuen im Nordkirchener Rathaus: Seit Anfang Dezember arbeitet Janine Eßmann für die Gemeinde, seit Anfang Januar Khaled Bakkar. Während die Arbeit von Eßmann wichtig für Häuslebauer ist, fungiert Bakkar als Ansprechpartner für Nordkirchens Flüchtlinge. Wir stellen die Beiden vor.

NORDKIRCHEN

, 21.03.2017 / Lesedauer: 3 min
Das sind die neuen Mitarbeiter im Rathaus

Janine Eßmann und Khaled Bakkar arbeiten seit Anfang Dezember beziehungsweise seit Anfang Januar in Nordkirchen.

Beide Stellen sind Kooperationen. Im Fall von Janine Eßmann arbeitet die Gemeinde Nordkirchen mit der Nachbarstadt Lüdinghausen zusammen. Arbeitgeber der Geowissenschaftlerin ist die Stadt Lüdinghausen, montags, mittwochs und donnerstags arbeitet sie dort, dienstags und freitags ist sie abgeordnet nach Nordkirchen. „Das ist eine abwechslungsreiche Arbeitswoche für mich“, sagt Janine Eßmann im Gespräch mit unserer Redaktion.

Bewährtes Kooperationsprojekt

Das Kooperationsmodell ist für die Gemeinde nicht neu: Bereits vorher habe es mit Lüdinghausen eine sogenannte interkommunale Zusammenarbeit gegeben, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann erklärt.

Im Tiefbauamt bearbeitet die 25-Jährige Entwässerungsanträge, derzeit erstellt sie ein Versiegelungskataster, in dem befestigte Grundstücksflächen erfasst werden. „Zu meinen Aufgaben gehört außerdem die Zustands- und Funktionsprüfung von Abwasserleitungen“, sagt Janine Eßmann. Das betreffe jeden, der ein Eigenheim bauen möchte, erklärt sie weiter. Die Stelle sei unter anderem auch deshalb wichtig, so Peter Badde, weil sich die entsprechenden Steuern an der Größe der versiegelten Flächen berechne – „und so fließt auch Geld in den Haushalt“, fügt er hinzu.

In den 70er-Jahren kam er aus Syrien

Ebenfalls in Kooperation – in diesem Fall aber mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Coesfeld - ist Khaled Bakkar mit einer halben Stelle in der Schlossgemeinde tätig. Der 62-Jährige kam Ende der 70er-Jahre aus Syrien zum Studieren (Elektrotechnik) nach Deutschland. Zunächst nach Karlsruhe, seit zwei Jahren lebt er in Nordrhein-Westfalen. Und arbeitet – „seit die große Flüchtlingswelle nach Deutschland kam“, wie er sagt – für das DRK. Seit Anfang Januar ist Khaled Bakkar nicht nur Bindeglied zwischen den vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern und der Gemeindeverwaltung.

Dort ist er vor allem Ansprechpartner für die in Nordkirchen lebenden Flüchtlinge. Er hilft beim Briefverkehr mit Behörden, vermittelt und hat ein offenes Ohr für große und kleine Probleme. Dabei helfe, dass der Syrer fließend Arabisch spricht und, falls auch Englisch nicht weiterhilft, auf einen Dolmetscherpool des Roten Kreuzes zurückgreifen kann. 21 Stunden in der Woche (montags, dienstags und den halben Freitag) arbeitet er in der Schlossgemeinde und schon jetzt zeige sich, dass die Zeit bei über 100 hier lebenden Flüchtlingen knapp sei, so Khaled Bakkar.

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