Das wird sich beim Caritas-Adventsmarkt ändern

Neues Konzept präsentiert

Der Adventsbasar der Caritas-Werkstätten bekommt ein neues Konzept, einen neuen Namen und all das schon in diesem Jahr. Was sich dahinter verbirgt, haben Christian Germing, Ressortleiter Arbeit und Rehabilitation bei der Caritas und Maria Anna Lindenbaum, Werkstattleiterin in Nordkirchen, am Dienstag vorgestellt.

NORDKIRCHEN

, 27.09.2016, 18:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Adventsbasar der Caritas-Werkstätten heißt ab sofort "Wunderwerke" und will wieder mehr Besucher anlocken. Christian Germing und Maria Anna Lindenbaum stellten das neue Konzept am Dienstag vor.

Der Adventsbasar der Caritas-Werkstätten heißt ab sofort "Wunderwerke" und will wieder mehr Besucher anlocken. Christian Germing und Maria Anna Lindenbaum stellten das neue Konzept am Dienstag vor.

Die Veranstaltung bekommt einen neuen Namen. Ab diesem Jahr heißt der Basar „Wunderwerke“. Dadurch soll auf den ersten Blick sichtbar werden, dass die Veranstaltung ein neues Konzept bekommen hat, erklärte Christian Germing. In dem Namen spiegeln sich einerseits die „Werkstatt“ und das „Handwerk“ wider, auf der anderen Seite stehe das „Wunder“ für die Überraschung und auch die Verwunderung vieler Besucher über das, was die vielen Menschen mit Behinderung in den Caritaswerkstätten täglich leisten.

Der Basar wird um einen Tag verkürzt. Wie gewohnt beginnt er am Mittwoch (16. November), endet in diesem Jahr aber bereits am Samstagabend (19. November). Damit sollen die Mitarbeiter entlastet werden, die bisher am Sonntag nach dem Basar die Werkstätten wieder für den nächsten Arbeitstag vorbereiten mussten.

„Gelingt es gleichzeitig, dass der Markt trotzdem an vier Tagen so gut ist, dass wir die Produkte an den Mann bringen“, sei die Frage gewesen, die sich die Veranstalter anschließend stellten, erzählte Christian Germing. Damit die Antwort „Ja“ lautet, soll auch die Erscheinung und die Atmosphäre des Marktes sich deutlich von den 41 vorherigen Ausgaben unterscheiden. So kündigt Germing an, dass die Werkstatt-Räume ein stärkeres Advents-Gefühl transportieren sollen. Es soll unter anderem nach Weihnachtsgebäck, gebrannten Mandeln und Kerzen duften, die Veranstalter wollen mehr Deko einsetzen und mit einer stimmungsvollen Lichtgestaltung arbeiten.

Außerdem sollen die Produkte übersichtlicher präsentiert werden. Statt dass wie bislang jeder Werkstatt-Bereich seine Produkte präsentiert hat, werden jetzt Themenwelten, zum Beispiel mit den Titeln „Adventliche Dekoration“ oder „Kinderwünsche“ aufgebaut, in denen Produkte aus Kundensicht sinnvoller und übersichtlicher geordnet sind.

Als letzten großen Punkt kündigte Christian Germing an, die Menschen, die hinter den Produkten stecken, stärker in den Mittelpunkt zu stellen, mit großformatigen Plakaten und Vorführungen in den Arbeitsbereichen.

Deshalb ist das neue Konzept aus Sicht der Caritas nötig

Im vergangenen Jahr haben die Caritas-Werkstätten zum ersten Mal einen Besucherrückgang festgestellt, sagte Christian Germing. Waren 2014 noch rund 13 000 Gäste beim Adventsmarkt, so kamen im vergangenen Jahr „spürbar weniger“, so Germing. Eine Besucherzählung gab es 2015 nicht, der Schwund lasse sich aber am Nettoumsatz erkennen: von 176 000 Euro im Jahr 2014 auf 156 000 Euro im Folgejahr – rund 11 Prozent weniger.

Dabei handle es sich nicht um einen Einbruch, sondern lediglich um eine Tendenz, trotzdem sei es ein Grund gewesen, das Adventsmarkt-Konzept auf den Prüfstand zu stellen. Denn: Einerseits ist der Basar für die Werkstätten eine Möglichkeit, öffentlich zu zeigen, was Menschen mit Behinderung hier leisten. Andererseits wird mit dem Erlös auch das Entgelt der Mitarbeiter bezahlt.

So ist das neue Konzept entstanden

Anfang dieses Jahres gab es einen großen Workshop, in den alle drei Werkstätten eingebunden waren. Gemeinsam mit einer Werbeagentur habe man das Konzept des Basars mit einem kritischen Blick betrachtet und die genannten Punkte erarbeitet, erklärte Germing.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt