Dorfgemeinschaftshaus Capelle soll gebaut werden

Einstimmiger Beschluss

Das Dorfgemeinschaftshaus in Capelle soll gebaut werden. Das war die einstimmige Meinung des Ausschusses für Bauen und Planen. Allerdings steht und fällt das Projekt mit der Frage, ob Zuschüsse bewilligt werden. Wir sprachen unter anderem mit Bürgermeister Dietmar Bergmann.

CAPELLE

, 08.11.2016 / Lesedauer: 3 min
Dorfgemeinschaftshaus Capelle soll gebaut werden

So könnte das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Capelle aus der Südansicht aussehen.

Der Beschluss steht fest, das Dorfgemeinschaftshaus in Capelle soll gebaut werden. Darüber stimmte der Ausschuss am vergangenen Donnerstag einstimmig ab. Allerdings steht das Vorhaben unter dem Vorbehalt einer Zuschussbewilligung. Wie Bürgermeister Dietmar Bergmann mitteilte, seien maximal 65 Prozent möglich. Zudem soll der Rat die konkrete Bauausführung beschließen, wenn die Fördersumme feststeht.

Das Dorfgemeinschaftshaus ist auch ein wichtiger Bestandteil des Dorfinnenentwicklungskonzepts (Diek) für Capelle. In den Arbeitskreissitzungen wurde intensiv über das mögliche Aussehen und das Raumkonzept gesprochen. Architekt Lothar Steinhoff fasste die Vorschläge in Plänen zusammen. Diese stellte er dem Ausschuss vor. Die Pläne sind die Grundlage von Fördergesprächen mit der Bezirksregierung.

1,2 Millionen Euro Kosten

Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Gerechnet werden kann mit einer Förderung von maximal 756.000 Euro. Wie Dietmar Bergmann erklärte, habe man bereits in den Haushalten 2015 und 2016 Mittel für die Halle eingestellt. Diese würden jetzt auf 2017 übertragen und mit der fehlenden Summe ergänzt.

Mittelpunkt des Dorfgemeinschaftshauses wird eine Multifunktionsfläche in der Größe 15 mal 27 Meter sein. Sie kann unterteilt werden. Zwei Umkleideräume sollen zur Verfügung stehen. Gegenüber früheren Plänen sind nun zwei Gruppenräume und eine Küche neu im Raumprogramm. Zudem wird es zwei Vereinsräume und ein Stuhllager geben, „Es wird eine direkte Verbindung aus dem Schulgebäude geben“, erklärte Lothar Steinhoff. Dietmar Bergmann betonte, dies sei schon sehr wichtig. Denn dann könnten die Schüler direkt aus der Schule in das neue Gebäude gelangen.

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Bergmann: „Zudem könnten wir die Räume auch für die Übermittagsbetreuung nutzen. Um den Zugang zu schaffen muss ein großes Klassenzimmer verkleinert werden. Bauamtsleiter Josef Klaas betonte, das Zimmer habe dann immer noch die Standardmaße. Für das Hauptgebäude ist ein Pultdach angedacht. Von der Höhe bleibt es unter der Schulgebäudehöhe. Die angrenzenden neuen Gebäude sind eingeschossig.

Zwei Außeneingänge

Zwei weitere Eingänge sind vom Schulhof vorgesehen. Die Räume sind für den Kindergarten, die Grundschule und Bürger vorgesehen, die sich kulturell, sportlich und in sonstiger Weise für das Gemeinschaftsleben in Capelle engagieren wollen. Dietmar Bergmann wird nun in den kommenden Tagen Fördergespräche bei der Bezirksregierung führen. Wie er betonte, seien ausgereifte Pläne für solche Gespräche von Vorteil.

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Geplanter Baubeginn könnte im Sommer des nächsten Jahres sein. Gerechnet wird mit einer einjährigen Bauzeit. Entschieden werden muss noch die Bauweise. Aufträge hat die Politik noch nicht vergeben. Das soll durch den Rat erst erfolgen, wenn der endgültige Bau des Hauses feststeht.

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