Ein Garten für die Kinderheilstätte

72-Stunden-Aktion

NORDKIRCHEN Klug geplant und mit fleißigen Händen realisiert hat die FSJ-Gruppe der Vestischen Kliniken ihre Aufgabe bei der 72-Stunden-Aktion. Diese lautete, der Wohngruppe Sterntaler der Kinderheilstätte einen Garten zu gestalten, eine unebene Fläche zu beseitigen und eine Gartenhütte aufzubauen.

von Von Heidi Tripp

, 11.05.2009, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir haben nach der Besichtigung des Geländes erstmal angefangen zu planen und zu telefonieren“, erzählt Franziska Egtermeyer. Hierbei seien zentrale Fragen gewesen: Was brauchen wir überhaupt? Woher bekommen wir das Werkzeug und das Material? Dank zahlreicher Sponsoren gab es dann Blumen, Erde, Rindenmulch, Dachpappe, Farben, Schleifpapier, Dünger, Rasensamen, Steine und Brötchen ganz umsonst. Mit vereinten Kräften und unbändigem Tatendrang ging es Freitag vorerst nur im Garten voran, denn der Bausatz der Gartenhütte war durch einen Lagerungsfehler des Herstellers verschimmelt und Ersatz konnte erst gegen Mittag geliefert werden. „Als wir die ausgepackt haben, dachte ich, jetzt wird es nichts mehr“, meinte Egtermeyer zunächst: „Doch dann haben wir zwei Teams gebildet und sind sehr gut voran gekommen.“ Ein Blumenbeet wurde angelegt, ein Weg ausgehoben und die Unebenheiten im Areal wurden mit einer Walze beseitigt.

Eine willkommene Ablenkung reiste am Freitag mit dem Erlebnis-Tour-Bus an, nämlich die Band „Since Afrika“. Sie spielten zwei Lieder für die fleißigen Helfer. Ebenfalls zu Gast war der Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling, der das Projekt der Aktion besichtigte. Auch am Samstag spuckte der harte Kern der FSJler wieder kräftig in die Hände, die Hütte wurde fast fertig aufgebaut und bekam ihren zweiten Anstrich, die Holzbänke wurden abgeschliffen und ebenfalls neu gestrichen, eine Zusatzaufgabe für die noch Zeit gefunden wurde. Der letzte Rindenmulch wurde verteilt und der Rasen eingesät.  „Wir hätten nicht gedacht, dass wir das so gut hinbekommen, weil wir alle keine Ahnung vom Gärtnern hatten, aber Theo Aldenhövel und Veronika Hembrock haben uns super unterstützt“, sagt Katharina Hartung begeistert. Carolin Plogmeier ist über die zahlreichen Spenden überrascht gewesen.

„Das hatte ich wirklich nicht erwartet.“ Am Sonntag dann wurden letzte Verschönerungen durchgeführt, aufgeräumt, die Werkzeuge wurden wieder ihren Besitzern zurück gegeben und die Wohngruppe hat nun einen blühenden Garten mit Laube. Die Engel, die der Himmel schickte, sagten unisono: „Es hat sich gelohnt, es hat Spaß gemacht und wir würden es noch einmal tun!“ Das Gemeinschaftserlebnis der Aktion wird wohl länger vorhalten als der Muskelkater. 

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