Entscheidung ist gefallen: Turnhalle wird Unterkunft

Flüchtlinge in Nordkirchen

Die Turnhalle der Gemeinde im Schlosspark in Nordkirchen wird eine Notunterkunft für Flüchtlinge. Das steht jetzt fest. Bei einer Pressekonferenz informierte am frühen Donnerstagnachmittag Bürgermeister Dietmar Bergmann über die Pläne. Was bis dahin getan werden muss und wie Nordkirchener helfen können, erklärt ein DRK-Experte im Video.

Nordkirchen

, 17.09.2015, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Entscheidung ist gefallen: Turnhalle wird Unterkunft

Turnhalle Nordkirchen.

Update 16.35 Uhr:

Christoph Schlütermann, DRK-Vorstand im Kreis Coesfeld, erklärt im Video-Interview, wie aus einer Sporthalle eine Flüchtlingsunterkunft wird, wie so eine Flüchtlingserstaufnahme abläuft und wie Nordkirchener helfen können:

Die Gemeinde hat eine Hotline eingerichtet, bei der sich Helfer melden können: Tel. 02596 917400. Alternativ können sie eine E-Mail an schreiben. Am Mittwoch (23.9.) findet um 19.30 im Forum der Gesamtschule (Am Gorbach) ein Informationsabend statt. Unter anderem DRK-Vorstand Christoph Schlütermann steht Rede und Antwort.

Update 14.15 Uhr:

Die Umbauarbeiten in der Turnhalle haben bereits begonnen. Unternehmen aus Nordkirchen haben sich spontan bereit erklärt, die Arbeiten durchzuführen. Bergmann sagte, die Unterkunft stehe ab Freitagnachmittag für die Flüchtlinge zur Verfügung. Die ersten Menschen werden, so DRK-Vorstand Christoph Schlütermann, wohl in der Nacht zu Samstag oder im Laufe des Samstags einziehen.

„Zunächst werden es wohl 75 bis 100 Flüchtlinge sein“, so der DRK-Vorstand. In der Turnhalle - sie hat eine Fläche von 550 Quadratmetern - könnten bis zu 100 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Kapazität wird in der nächsten Wochen auf 150 erweitert werden. Denn auch das angrenzende Hallenbad wird für die Unterbringung hergerichtet. Dort muss allerdings das Schwimmbecken noch mit einem Gerüst an die Höhe des Beckenrandes angeglichen werden. Dann werden dort auch Teppich ausgerollt und Betten aufgestellt. Die Betreuung der Landeseinrichtung übernimmt der DRK-Kreisverband Coesfeld.

Unsere Ursprungsberichterstattung:

Dorothee Feller, Vizepräsidentin des Regierungsbezirks Münster, hatte vor einigen Tagen die Landräte aufgefordert, Standorte für eine mögliche Unterkunft zu nennen. Denn es müssen 300 weitere Plätze geschaffen werden. Als möglicher Standort war die Turnhalle in Nordkirchen genannt worden.

Am Mittwoch hatten sich Vertreter des Kreises und der Gemeinde die Turnhalle angesehen und für geeignet befunden. Am Freitag beginnt der Umbau der Halle.

Das Technische Hilfswerk (THW) hat sich am Donnerstag bereits einen ersten Überblick der geplanten Notunterkunft in der Turnhalle verschafft. Mitarbeiter des Ortsvereins Lüdinghausen kamen dazu kurzfristig nach Nordkirchen.

Hau-Ruck-Einsatz für das THW

„Wir haben erst gegen 10 Uhr davon erfahren“, sagte Wilhelm Stapel, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit beim THW auf Anfrage der Ruhr Nachrichten. Das THW wird sich um die Beleuchtung der Zelte kümmern, die neben dem Hallenbad aufgestellt werden sollen. Während in der Halle selbst die Flüchtlinge unterkommen, werden sie in den Zelten registriert und ärztlich untersucht.

„Für uns ist das Tagesgeschäft“, erklärt Stapel. Die Ausstattung vor Ort sei gut, der Strom müsse nicht von einem externen Stromerzeuger kommen, sondern kann vom Hallenbad angezapft werden.

Im Laufe des Tages werden sich die THW-Mitarbeiter besprechen, wie viele Helfer vor Ort benötigt werden und wer beim Aufbau am Freitag helfen soll. Wilhelm Stapel rechnet mit sieben bis acht Helfern.

 

 

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