Erweiterung der Gesamtschule ist gescheitert

Zu wenige Anmeldungen

Die geplante Erweiterung der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule (JCS) um den Teilstandort Ascheberg ist gescheitert. Wie die zuständige Bezirksregierung in Münster am Freitag in einer Pressemitteilung berichtete, haben nicht genügend Eltern ihre Kinder für den Standort Ascheberg angemeldet.

NORDKIRCHEN

, 10.02.2017 / Lesedauer: 3 min
Erweiterung der Gesamtschule ist gescheitert

Nordkirchen und Ascheberg hätten sich schulisch so nah sein können. Die Pläne für eine Erweiterung der Gesamtschule sind aber gescheitert.

„Das Anmeldeverfahren ist das Damoklesschwert, das jetzt über uns schwebt“, sagte Ulrich Vomhof, Schulleiter der Nordkirchener Gesamtschule im Dezember im Gespräch mit dieser Redaktion. Der Schwebezustand ist jetzt nach dem Anmeldeverfahren beendet, allerdings mit einem unschönen Ausgang für die Pläne der Gemeinden Nordkirchen und Ascheberg.

In einem Abstimmungsgespräch zwischen den Bürgermeistern der beiden Gemeinden, Dietmar Bergmann und Bert Risthaus bei der Bezirksregierung Münster stellte Ulrich Vomhof am Freitag das endgültige Ergebnis des Anmeldeverfahrens vor.

Nur 28 Anmeldungen für Teilstandort

„Von den 210 angemeldeten Schülerinnen und Schülern wollen 28 zu dem geplanten Teilstandort in Ascheberg. Mindestens 75 Anmeldungen für Ascheberg wären jedoch gemäß Schulgesetz notwendig gewesen, um antragsgemäß einen dreizügigen Teilstandort in Ascheberg einrichten zu können“, schreibt die Bezirksregierung in ihrer Pressemitteilung.

Und weiter: „Der Leiter der Schulabteilung der Bezirksregierung Münster, Wolfgang Weber, musste daher zu dem Schluss kommen, dass alle Bemühungen, einen Teilstandort der Gesamtschule Nordkirchen in Ascheberg einzurichten, vergeblich waren. Der entsprechende Antrag der Gemeinde Nordkirchen könne aufgrund der eindeutigen Entscheidung der Eltern nicht genehmigt werden.“

Absagen für 94 Kinder

Weil die JCS nur maximal 116 Kinder aufnehmen kann, werden in der kommenden Woche die Familien von 94 Kindern Absagen bekommen. „Es wäre eine Chance zur Stärkung der Johann-Corad-Schlaun-Gesamtschule gewesen“, sagte Dietmar Bergmann Freitag. Aber: „Der Elternwille hat höchste Priorität“, fügte er hinzu.

Auch wenn der Plan nicht aufgegangen ist, die Anmeldezahlen für den Standort Nordkirchen zeigten, dass die Gemeinde mit ihrem Gesamtschulkonzept weiterhin auf dem richtigen Weg sei, wie die zuständige Fachbereichsleiterin Mechtild Kammert, auf Anfrage erklärte.

Gesamtschule bleibt vierzügig

Die Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule bleibt mit dieser Entscheidung vier- statt wie geplant sechszügig. Für die Profilschule in Ascheberg, deren Ende mit den Entscheidungen der Räte in Nordkirchen und Ascheberg für die Gesamtschulerweiterung eigentlich besiegelt war, werde kurzfristig ein reguläres Anmeldeverfahren starten, wie die Bezirksregierung ankündigt. Der von Bert Risthaus gestellte Antrag auf eine erneute Befragung der Eltern nach dem Standort sei von der Bezirksregierung wegen des eindeutigen Ergebnisses des Anmeldeverfahrens abgelehnt worden.

„Wir haben die Entscheidung jetzt erst einmal so zur Kenntnis genommen“, sagte Dietmar Bergmann. Welche Überlegungen und Strategien sich für die Zukunft daraus ergeben, lasse sich noch nicht sagen.

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