Essen auf Rädern: Rotes Kreuz Nordkirchen hat ein großes Problem in Corona-Zeiten

Dringender Appell

Ein schmackhaftes Essen aus der Integrationsküche genießen täglich rund 50 Senioren in der Gemeinde. Doch die Corona-Pandemie stellt das Rote Kreuz vor ein großes Problem.

Nordkirchen

, 21.03.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bereits seit 2006 gibt es im DRK-Ortsverband Nordkirchen die Gruppe Senioren helfen Senioren, die sich in der Gemeinde um das Essen auf Rädern kümmert. Die Menüs kommen aus der Integrationsküche der Kinderheilstätte. Jetzt ist die Gruppe selbst auf Unterstützung angewiesen.

Bereits seit 2006 gibt es im DRK-Ortsverband Nordkirchen die Gruppe Senioren helfen Senioren, die sich in der Gemeinde um das Essen auf Rädern kümmert. Die Menüs kommen aus der Integrationsküche der Kinderheilstätte. Jetzt ist die Gruppe selbst auf Unterstützung angewiesen. © DRK

Christoph Speikamp, Schatzmeister beim DRK Nordkirchen, kommt gleich auf den Punkt: Eigentlich verfügt das Rote Kreuz über genügend Fahrer für das Essen auf Rädern. „Auf der Liste stehen 30 Fahrerinnen und Fahrer“, sagt Speikamp. Doch dann kommt ein großes „Aber“.

Bei den Ehrenamtlichen handelt es sich vor allem um Personen mit etwas höherem Alter. Sie gehören also der Risikogruppe an. Die Folgen bekommt das DRK jetzt zu spüren. „Sie stellen mehr und mehr den Dienst ein“, berichtet der Schatzmeister. Auf zwei Wegen versucht das Rote Kreuz jetzt die Essenslieferung sicherzustellen.

Wer kann das DRK bei der Auslieferung unterstützen

Mit einem öffentlichen Aufruf über diese Zeitung sucht das DRK Menschen in der Gemeinde, die bei der Essensauslieferung helfen können. Wer diese wichtige Aufgabe übernehmen kann, meldet sich beim Roten Kreuz.

Gleichzeitig hat der Vorstand Kontakt mit der Gemeindeverwaltung aufgenommen mit dem Ziel, über die Ehrenamtsbörse neue Fahrerinnen und Fahrer zu gewinnen. Die Zeit drängt. Nur mit einer ausreichenden Zahl kann die Versorgung sichergestellt werden.

Gerade in der aktuellen Situation sind die Senioren darauf angewiesen, dass ihnen das Essen an die Tür gebracht wird. Eine Selbstversorgung ist in vielen Fällen nicht möglich. Wer bei der Essensauslieferung helfen kann, meldet sich unter Tel. (02596) 98507 (Schnittker) oder (02596) 692 (Jünnemann).

sich beim DRK-Vorstand.

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