Fälle Albeck und Wehren: Wann startet Bistum mit der Aufklärung der Missbrauchsvorwürfe?

rnMissbrauchs-Skandal

Im April hat das Bistum Münster angekündigt, dass zur Aufklärung der Missbrauchsvorwürfe gegen Pfarrer der Region eine Kommission gebildet wird. Noch hat sie die Arbeit nicht aufgenommen.

Nordkirchen, Selm

, 13.08.2019 / Lesedauer: 2 min

Die Vorwürfe sind schwer und sie stammen nicht von Einzelpersonen, sondern jeweils von mehreren Betroffenen: Pfarrer Alfred Albeck, der von 1973 bis 1984 in der Gemeinde St. Mauritius in Nordkirchen tätig war und mittlerweile verstorben ist, sowie Pfarrer Theo Wehren, der von 1966 bis 1969 Kaplan in der Gemeinde St. Josef in Selm war und 2011 verstorben ist, wird vorgeworfen, während ihrer Zeit in Amt und Würden Kinder sexuell missbraucht zu haben.

Weil in beiden Fällen sehr viele Fragen offen sind, hatte das Bistum auch angekündigt, zur Aufklärung der Fälle eine externe Expertenkommission einzurichten. Sie soll, so teilt es das Bistum auf Anfrage der Redaktion mit, im Oktober ihre Arbeit aufnehmen. Also fast sieben Monate nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Pfarrer Albeck und drei Monate nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Pfarrer Wehren.

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Außerdem teilt das Bistum auf Anfrage mit, dass es derzeit nicht bekanntgeben könne, ob sich weitere Betroffene gemeldet haben. „Diese Meldungen wertet der Interventionsbeauftragte aus und tauscht sich dann in Abstimmung mit den Betroffenen mit den jeweiligen Pfarreien aus“, so Anke Lucht, Sprecherin des Bistums. In beiden Fällen hatten anonyme Briefe an den Gräbern der Pfarrer die Fälle an die Öffentlichkeit gebracht.

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