Steigende Fleischpreise: Kunden aus Nordkirchen kommen wohl mit blauem Auge davon

rnSteigende Fleischpreise

Die Fleischpreise steigen, einer der Gründe ist die Schweinepest in Asien und die verstärkte Nachfrage der Asiaten auf dem europäischen Markt. Metzger verfolgen die Entwicklung genau.

Nordkirchen

, 02.12.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn auf dem Fleischmarkt die Preise steigen, dauert es nicht lange, bis der Kunde das bemerkt: Ob bei Wurstwaren oder dem Sonntagsbraten, die Metzger, die zuvor am Fleischmarkt einkaufen müssen, geben die höheren Preise sofort an den Kunden weiter. In Castrop-Rauxel führte das zu Preissteigerungen von über 30 Prozent.

In Nordkirchen haben die Kunden aber keine Extreme dieser Art zu befürchten. Denn beispielsweise die Südkirchener Fleischerei Angelkort ist nicht ganz so stark vom internationalen Fleischmarkt abhängig wie viele Kollegen. Auch wenn man dort die Preissteigerungen auf dem Fleischmarkt aufmerksam verfolge, wie uns Ulrich Angelkort junior bestätigt.

Preissteigerungen verhältnismäßig moderat

„Gänzlich können auch wir Preissteigerungen für unsere Kunden nicht vermeiden. Allerdings werden diese verhältnismäßig moderat ausfallen“, sagt Ulrich Angelkort jun. Denn der heimische Fachbetrieb nutzt zum größten Teil den regionalen Direktbezug. 90 Prozent des zu verarbeitenden Fleisches stamme von Landwirten aus der Region, mit denen man seit Jahren zusammenarbeite. „Dadurch besteht eine geringere Abhängigkeit von den Vorgängen am Weltmarkt“, erklärt Angelkort.

Das Familienunternehmen nutze außerdem ein eigenes Markenfleischprogramm, weshalb man sich aus einem weiterem Grund aus dem Preiskampf bei den konventionell erzeugten Schweinen heraushalten könne. Doch ganz autark ist Angelkort nicht. Vor allem bei der Wurst kommen andere Faktoren ins Spiel, die dann doch Spuren hinterlassen.

Beim Rindfleisch ist es im Moment etwas einfacher

Schweinefleisch macht jedoch nur einen Teil des großen Fleisch-Marktes aus. Ein weiterer Schwerpunkt ist Rindfleisch, der in Deutschland gerade stetig wächst. Die höhere Nachfrage führt automatisch zu steigenden Preisen, doch hier hat Angelkort ein Ass im Ärmel: Die Tiere stammen vom eigenen landwirtschaftlichen Betrieb. Hier steckt Angelkort nicht in einer fremdgesteuerten Preisspirale fest.

Festbraten sollte gesichert sein

Allzu tief in die Tasche müssen die Verbraucher in Nordkirchen daher nicht greifen, wenn es um die besonderen Leckerbissen rund um das Weihnachtsfest geht. Denn rund um die Feiertage spielt Essen bei den Nordkirchenern durchaus eine wichtige Rolle. Da kann Angelkort beruhigen: Um seinen Festtagsbraten müsse niemand bangen. Es werde weder zu massiven Preissteigerungen noch zu einem Einbruch bei der Qualität des Fleisches kommen.

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