Friedhofsgebühren steigen erheblich

Entscheidung im Hauptausschuss

Bis zu 90.000 Euro jährlich musste die Gemeinde bisher aufbringen, um die Kosten für den Friedhofsbetrieb zu decken. Das soll sich ändern: Einstimmig sprach sich der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag für eine Erhöhung der Gebühren aus. Die Kosten steigen deutlich.

NORDKIRCHEN

von Von Anne Petersohn

, 19.09.2012, 17:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch die Gebühren für die teilanonymen und anonymen Gräber steigen demnächst an.

Auch die Gebühren für die teilanonymen und anonymen Gräber steigen demnächst an.

Erstmals seit 2005 habe man deshalb eine Neu-Kalkulation der Kosten erstellen lassen. Das Konzept eines Beratungsunternehmens aus Meerbusch wurde bereits im Juni im Ausschuss vorgestellt und in der Zwischenzeit leicht abgewandelt. An den wesentlichen Inhalten hat sich aber nichts geändert. So steigt die Gebühr pro Grabstelle eines Wahlgrabes von 1194 auf 1702,57 Euro, bei Urnenwahlgräbern sogar von 311,10 auf 697,43 Euro – ein Umstand, der bei Wilfried Janke (SPD) auf wenig Gegenliebe stieß. „Ich finde diese drastische Erhöhung sehr unsensibel – das ist ein Anti-Urnen-Programm“, meinte Janke.

Weiterer Streitpunkt: die Gebühren für Trauerhallen. Denn die, so sieht es die neue Satzung vor, sollen künftig nur dann anfallen, wenn die Räume tatsächlich genutzt wurden. „Das halten wir nicht für gut“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Leo Geiser, der im Namen seiner Fraktion einen Antrag zur Änderung der Satzung stellte. Die Nutzung der Friedhofshallen, so die Forderung, müsse in den allgemeinen Gebühren enthalten sein. Schließlich komme den Räumen in der „gewachsenen Friedhofskultur“ der Gemeinde eine zentrale Rolle für die Trauerbewältigung zu. Die Ausschussmitglieder sprachen sich aber mehrheitlich gegen den Antrag aus.

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