Früherer Kolping-Chef und CDU-Sozialexperte Karl Schiewerling ist tot

Trauer

Der frühere Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von nur 69 Jahren. „Familie, Werte, Mittelstand und soziale Sicherung“ nannte er als seine Akzente.

Nordkirchen

, 01.03.2021, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der CDU-Sozialexperte Karl Schiewerling aus Nottuln ist nach schwerer Krankheit in der Nacht zu Sonntag gestorben.

Der CDU-Sozialexperte Karl Schiewerling aus Nottuln ist nach schwerer Krankheit in der Nacht zu Sonntag gestorben. © Tobias Weckenbrock (A)

Von einem „traurigen Tag für die christlich-soziale Bewegung“ schrieb CDU-Chef Armin Laschet am Sonntagabend und würdigte Schiewerlings Kampf für soziale Gerechtigkeit als Mensch, als Bundestagsabgeordneter oder als Landesvorsitzender des katholischen Kolpingwerks in Nordrhein-Westfalen.

„Ich habe das unverdiente Glück gehabt, die Dinge zu tun, die mir wichtig waren.“

Das sagte Karl Schiewerling beim Festakt Ende Oktober 2009. 25 Jahre zuvor war er erster Diözesansekretär des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster geworden. Als Diözesansekretär sowie auch als Vorsitzender des Kolping-Landesverbandes NRW (2002 -2017) hat Karl Schiewerling das Kolpingwerk Münster mit seinen Visionen, Ideen und Kontakten nachhaltig geprägt. Mit seiner Überzeugungskraft hat er auch im Parlament christliche Werte, wie die Bedeutung von Ehe und Familie vertreten.

Karl Schiewerling setzte sich für schwer erreichbare Menschen ein

Großen Anteil hatte er auch an das vom Kolping-Bildungswerk betreute Projekt „Respekt“, das das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Herbst 2015 initiierte mit dem Ziel, schwer erreichbare Jugendliche und junge Erwachsene in schwierigen Lebenslagen unterstützen und sie (zurück) auf den Weg in Bildungsprozesse, in Maßnahmen der Arbeitsförderung, in Ausbildung oder Arbeit holen.

Der Nottulner hinterlässt seine Ehefrau, drei erwachsene Kinder und einen Enkel.

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